"Guter" Sound kostet: Billige MP3-Player machen oft Abstriche bei der Qualität
- Mitgelieferte Kopfhörer liefern meist schlechten Sound
- Das Testmagazin "Konsument" prüfte 27 neue Modelle
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Ein Fünftel der unter 30-Jährigen hat einen Player
MP3-Player weisen große Unterschiede bei Qualität und Preis auf. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs durch das Testmagazin "Konsument", das für seine März-Ausgabe 27 tragbare Audioplayer unter die Lupe genommen hat. Gemeinsam haben die meisten Geräte, dass sie mit schlechten Kopfhörern geliefert werden. Wer also unterwegs auf guten Sound nicht verzichten will, muss hier noch einmal extra investieren.
Die kleinen kompakten Flashplayer seien dank ihres geringen Gewichts - rund 50 Gramm - und ihrer Stoßunempfindlichkeit besonders gut für sportliche Aktivitäten geeignet. Allerdings bieten sie nur Platz für etwa vier Stunden Musik, die Geräte müssen daher oft neu bespielt werden. Die günstigen Modelle sind ab 50 Euro zu haben, für "gute" Modelle muss man aber 110 Euro und mehr auslegen.
Festplattenplayer sind deutlich teurer
Deutlich teurer sind mit Preisen zwischen 250 und 500 Euro die Festplattenspieler, auf denen sich je nach Speichergröße bis zu 500 Audio-CDs speichern lassen. Die Größe des Displays und der Tasten erleichtert zwar die Bedienbarkeit, macht die Geräte aber auch schwerer als herkömmliche MP3-Player. Auf Grund der rotierenden Festplatte sind sie zudem recht empfindlich gegenüber Erschütterungen und Stößen. Zwei Drittel der Modelle dieser Typklasse schneidet im Test "gut" ab, der Rest ist "durchschnittlich".
MP3-Player mit Videofunktion eignen sich sowohl als Musikarchiv als auch als Minikino. Mit bis zu 80 GB bieten sie soviel Speicherplatz wie ein durchschnittlicher PC. Manche Geräte lassen sich sogar als Videorecorder mit Direktaufzeichnung vom TV sowie als Fotoarchiv verwenden. Mit Preisen zwischen 400 und 600 Euro sind diese Geräte allerdings nochmals teurer als gewöhnliche Festplattenspeicher, und Größe und Gewicht sind beim Tragen störend. Als weitere Nachteile führt der "Konsument" die vergleichsweise kurze Betriebsdauer und das recht kleine Display an.
Schlechte Kopfhörer praktisch Standard
Während der Klang der Geräte und Musikdateien in Ordnung sei, ließen die mitgelieferten Kopfhörer oft zu wünschen übrig. Die Verbraucherschützer empfehlen daher die Anschaffung besserer Hörer.
Alle Player sind auch als externe Datenspeicher nutzbar, etwa für Texte oder Fotos. Ob man sich diese dann auch ansehen kann, hängt allerdings vom jeweiligen Gerät und seinem Display ab. (apa/red)
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