Trendwende bei Musik-Downloads in Österreich: Weniger Internet-Raubkopien
- "Aktion scharf" gegen Unverbesserliche wird fortgesetzt
- 190.000 Österreicher nützen legale Download-Angebote
·Internetbetrüger in Tirol verhaftet
Soll über eBay insgesamt 100.000 ergaunert haben
·Wiener Polizei be-schlagnahmt Server
VAP: eDonkey-Portale wurden damit betrieben
·Was geht mit MSN, iTunes, Chello & Co.?
Was Sie mit gekaufter Musik dürfen und was nicht
Der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI) konstatiert im Kampf gegen illegale Downloads eine "Trendwende" bei heimischen Usern. 190.000 Österreicher im Alter zwischen elf und 29 Jahren würden legale Musikangebote im Internet nutzen, habe eine Umfrage ergeben. 90 Prozent seien sich bewusst, dass "Raubkopieren illegal ist", teilte die IFPI am Dienstag in einer Aussendung mit.
Die Verfolgung unverbesserlicher Downloader, die gegen das Gesetz verstoßen, wird indes noch länger die Gerichte beschäftigen. Ihre seit Herbst laufende "Aktion scharf" will die IFPI fortsetzen.
Nutzung legaler Angebote steigt
Die Timescout-Umfrage mit Fokus auf junge Zielgruppen wurde im Dezember 2004 durchgeführt, 850 Personen wurden interviewt. Fazit des Verbands: Die Nutzung legaler Angebote steige, illegale Downloads seien rückläufig. Bei der IFPI führt man das auch auf die "Aufklärungskampagne" der vergangenen Monate zurück. Unter anderem wurden Tauschbörsen-Nutzer via Chat-Messages auf die Illegalität ihres Tuns hingewiesen. Für Herbst 2005 plant die Musikwirtschaft mit dem Schulprojekt "Ideen sind uns etwas wert" eine neue "Informations-Offensive" in Sachen geistigen Eigentums für Jugendliche.
150 Verfahren gegen File-Sharer
Rauere Töne schlug der Verband im Oktober 2004 mit der "Aktion scharf" an, in deren Rahmen bisher 150 Verfahren gegen File-Sharer, die große Mengen an Dateien widerrechtlich verbreiteten, eingeleitet wurden. Rund ein Drittel der Fälle habe man außergerichtlich erledigt, in mehreren Fällen aber seien Zivilklagen eingebracht worden. Die Bekanntgabe von Userdaten wird derzeit von Richtern erörtert: Zur Frage, ob der Provider bei so genannten dynamischen IP-Adressen zur Auskunft verpflichtet ist, gebe es derzeit zwei unterschiedliche Beschlüsse von Gerichten zweiter Instanz in Wien und Graz. Die IFPI will die "Aktion scharf" jedenfalls fortsetzen. (APA/red)
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