Mittwoch, 23. Februar 2005

Rudolf Edlinger: Ein Mann sieht violett

  • Der Rapid-Präsident will Frank Stronach stürzen.
  • Stürzt damit auch die Liga zusammen?

Rapid vs. Austria: Jetzt wird’s brutal. Weil „Big Spender“ Frank Stronach bei anderen Klubs Spieler laufen lassen soll, bemüht Rapid den Liga-Kadi.

Grün waren sie einander noch nie. Aber jetzt erreicht der Dauerkonflikt zwischen Rapid-Präsident Rudolf Edlinger und Austria-Mäzen und Bundesliga-Präsident Frank Stronach eine neue Eskalationsstufe. Denn aus dem Klubbüro in Hütteldorf ist eine Sachverhaltsdarstellung in die Bundesliga-Zentrale im Ernst-Happel-Stadion unterwegs, mit der sich demnächst das so genannte „Ethikkomitee“ der Liga befassen muss. Inhalt des Papiers: Es bestehe der dringende Verdacht, dass Frank Stronach und die Austria zumindest in einem Fall gegen die Statuten der Liga verstoßen haben.

Gratisspieler. Stein des grün-weißen Anstoßes ist eine Zeugenaussage des ehemaligen Austria-Sportdirektors Peter Svetits im Rahmen des Prozesses rund um die Megapleite des FC Tirol. Dabei hat der violette Exmanager dem Richter erzählt, wie die Austria seinerzeit mithelfen wollte, den drohenden Finanzkollaps der Tiroler doch noch abzuwenden: Frank Stronach habe nicht nur angeboten, mit rund 50 Millionen Schilling (über 3,6 Millionen Euro) als Sponsor bei FC Tirol einzusteigen, der Liga-Präsident wollte auch „bis zu acht Spieler“ vom Wiener Horr-Stadion in die Innsbrucker Tivoli-Arena umleiten, für deren Gagen aber weiterhin die Austria aufgekommen wäre. Dieser Plan war nach dem Lizenzentzug der Tiroler allerdings hinfällig. Bemerkenswerter Svetits-Zusatz im Zeugenstand: „Das ist das Gleiche, was wir dann mit der Admira gemacht haben.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Rapid-Boss Edlinger im Interview: „Stronach steht der Fairness im Weg“
PLUS: Austria-Vize Andreas Rudas über Rapid-Angriffe und Hilfe für andere

23.2.2005 15:39