Vor Schließung von 357 Postämtern: SPÖ startete eine bundesweite Protestaktion
- Postkarten an betroffenen Haushalte wurden verschickt
- Gusenbauer: "Angriff auf ländlichen Raum" von VP-FP
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Im Vorfeld der drohenden Schließung von 357 Postämtern in ganz Österreich startete die SPÖ am Freitag im Salzburger Pongau eine bundesweite Protestaktion. Bundesparteiobmann Gusenbauer und seine Stellvertreterin, Salzburgs Landeschefin Burgstaller, begannen mit dem Verschicken von Postkarten an die von der Schließung direkt betroffenen Haushalte. Insgesamt sollen 150.000 Karten versandt werden.
"Von dieser Schließungsorgie sind an die 200.000 Haushalte oder gewerbliche Adressen direkt betroffen", sagte Gusenbauer. Die Verantwortung für diesen "Angriff auf den ländlichen Raum" liege eindeutig bei der schwarz-blauen Regierung. Mit der Postkartenaktion will die SPÖ die betroffene Bevölkerung darauf hinweisen, dass es keine wirtschaftliche Notwendigkeit gäbe, diese Filialen zuzusperren. Das Konzept des Zusperrens gehe auf Kosten der Menschen im ländlichen Raum, so Burgstaller.
Gusenbauer kritisierte, dass die Post jedes Jahr hohe Dividende an den Finanzminister abführen müsse, 2002 und 2003 jeweils rund 36 Millionen Euro. "Würde der Finanzminister die Post nicht derart wirtschaftlich unter Druck setzen, dann müsste die Post auch nicht einen derart harten Sparkurs fahren." Die SPÖ spricht sich dafür aus, dass man die Post mindestens drei Jahre in Ruhe arbeiten lässt, bevor man weitere Schritte überlegt, unterstrich Gusenbauer. Die Gewinne sollen nicht mehr für das Stopfen von Budgetlöchern verwendet werden, sondern im Unternehmen verbleiben. (apa)

