Freitag, 25. Februar 2005

FORMAT: Hofer bäckt nun Brötchen - Kette
will damit die Konkurrenz ausstechen

  • Vorerst Testversuch in Oö., bei Erfolg flächendeckend
  • Wirtschaftsprofessor stellt Hofer durchaus Chancen aus

Der Lebensmitteldiskonter Hofer wartet ständig mit neuen Überraschungen auf. Jetzt steigt der Filialist in das Geschäft mit frischen Brötchen ein. Vorerst wird es einen Testversuch in ausgewählten Filialen in Oberösterreich geben. Reagieren die Konsumenten positiv auf das Angebot, plant Hofer-Boss Armin Burger, in allen großen Filialen Brotbackautomaten aufzustellen, wie dies auch Anker, Billa oder Spar bereits machen.

Der Konkurrenz im Lebensmittelhandel, den Hofer-Lieferanten und vor allem den heimischen Bäckern wird dieses neue Konzept kaum schmecken. Kurt Mann von der gleichnamigen Großbäckerei bestätigt dies: "Hofer ist jetzt eine Konkurrenz mehr für die Bäcker." Dabei sind die meisten heimischen Bäcker wirtschaftlich ohnedies schlecht gestellt. Filialisten wie Ströck und Felber haben noch genug Butter am Brot, aber im Schnitt macht die Branche, die jährlich 1,6 Milliarden Euro umsetzt, nur einen mageren Gewinn von 0,4 Prozent.

Feine Zutaten und bis zu 60 Prozent Lohnkosten fressen die Spannen auf. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Betriebe um 25 Prozent auf 1.900 gesunken. "Hofer macht immer größere Schritte in Richtung Nahversorger", analysiert Peter Schnedlitz, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, die Entwicklung des Diskonters. Das Sortiment von einst 600 Artikeln bei Hofer ist längst auf 1.000 Artikel angewachsen. Fleisch, Obst und Gemüse gibt es heute ebenso wie Milchprodukte.

Lesen Sie die Story im aktuellen FORMAT!

25.2.2005 09:41