Keine heimischen Firmen: Weltbank veröffentlicht Anti-Korruptionsbericht
- Mehr als 300 Korruptions- und Betrugsfälle aufgedeckt
- "Schwarze Liste" mit Firmen aus USA und Kanada
Die Weltbank in Washington hat am Donnerstag ihren ersten Anti-Korruptionsbericht veröffentlicht. Dem Kampf gegen das "Krebsgeschwür Korruption" hatte sich Weltbank-Präsident James Wolfensohn bereits seit 1996 verschrieben. Im ersten Bericht sind nun Einzelheiten über den Kampf gegen Korruption innerhalb der Weltbank sowie bei Weltbank-finanzierten Projekten der Jahre 1999 - 2004 angeführt.
Von 1999 bis 2004 hat die Weltbank demnach mehr als 300 Firmen oder Einzelpersonen wegen Korruptionsfällen oder Betrug sanktioniert. Die Strafen reichen von einer Rüge bis zum unbegrenzten Ausschluss von weiteren Geschäften mit der Weltbank und Anzeige an die Behörden.
Aus Österreich finden sich keine Firmen oder Personen auf der "Schwarzen Liste". Neben zahlreichen Firmen aus Indonesien sind u.a. auch Unternehmen aus Kambodscha, Nigeria, Indien, sowie aus den USA, Kanada, Frankreich und Großbritannien sanktioniert worden. Im Finanzjahr 2004 waren zwölf Mitarbeiter der Weltbank der Korruption oder des Betruges oder anderer Pflichtverletzungen überführt worden, davon wurden neun gekündigt und drei mit anderen Mitteln sanktioniert.
Zum finanziellen Schaden für die Weltbank und deren Entwicklungsprojekte durch die Korruptionsfälle liegen in dem Bericht keine Angaben vor. (apa/red)

