Dienstag, 22. Februar 2005

E-Card werden ausgeliefert: Die Post AG startete Versand an 104.000 Versicherte

  • Drei Monate dauerndes Pilotprojekt in Nordburgenland
  • Bis 7. November acht Millionen Chipkarten verschickt

Nach dem erfolgreichen Testlauf an 2.700 Patienten im burgenländischen Trausdorf startete heute, Montag, vom Salzburger Verteilzentrum der Post AG aus der Versand von 104.000 echten E-Cards an nordburgenländische Sozialversicherte. Ab 28. Februar beginnt dort das drei Monate dauernde Pilotprojekt in 82 Ordinationen und drei Ambulatorien. Ab Mai beginnt die Post mit dem österreichweiten Versand der Chipkarte, die den Krankenschein ersetzt.

Bis zum 7. November 2005 sollen rund acht Millionen österreichische Versicherte mit der E-Card ausgestattet sein, erklärte Volker Schörghofer vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger bei einer Pressekonferenz im Verteilzentrum der Post in Wals-Siezenheim (Flachgau). Die ersten Briefe der Sozialversicherung an ihre Kunden mit der Echtversion der E-Card samt erläuternden Begleitschreiben und Flyer liefen am Vormittag durch zwei Sortiermaschinen. Die acht Millionen Karten würden 120 Lastwagen füllen und aneinander gereiht von Salzburg bis Athen reichen.

Beginnend mit der Stadt Salzburg wird die grüne Plastikkarte ab Ende Mai flächendeckend verschickt. Ab diesem Zeitpunkt werden täglich rund 70.000 E-Cards ausgesandt, "bis zum 7. November wollen wir fertig sein", sagte Schörghofer. Ab 2006, wenn alle Sozialversicherten eine E-Card in der Hand halten sollen, werden jährlich zwischen 400.000 und 700.000 Stück nachgeliefert. Die Chipkarte selbst wird vom internationalen Technologiekonzern Giesecke & Devrient in München produziert. Die Gesamtkosten für das Projekt E-Card bezifferte Schörghofer mit 116 Mio. Euro bis zum Jahr 2006. Der Auftragsaufwand bei der Post AG beträgt rund fünf Mio. Euro, sagte Walter Hitziger, Vorstandsdirektor der Post AG. (apa)

22.2.2005 14:54