121. Grazer Derby: Meister GAK schlägt den Stadtrivalen Sturm souverän mit 4:0
- Sturm-Torhüter Radakovic patzt bei allen vier Toren
- GAK verkürzt Rückstand auf spielfreie Rapid & Austria
·Viele Tore und viel Härte in Mattersburg
Zwei Mal Rot bei Admira-Sieg, Remis in Salzburg
·Technische Daten zur
10. Bundesliga-Runde
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"Soll fairem Wettbewerb nicht im Weg stehen"
Der GAK bleibt die Nummer 1 in Fußball-Graz. Österreichs Meister setzte sich am Sonntag im 121. Derby gegen den SK Sturm klar mit 4:0 (2:0) durch. Ein Eigentor von Johannes Ertl (13. Minute) sowie Treffer von Mario Bazina (28.), Emanuel Pogatetz (68.) und Alen Skoro (84.) brachten vor 12.723 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion die Entscheidung zu Gunsten der Rotjacken.
Nach der 23. Runde der T-Mobile-Bundesliga liegt der Titelverteidiger (37 Punkte) nun noch sechs Punkte hinter Tabellenführer Rapid (43), fünf Zähler hinter Vizechampion Austria (42) und vier hinter Geheimfavorit Pasching (41). Das Spitzentrio hat allerdings im Frühjahr noch kein kein einziges Meisterschaftsspiel bestritten. In der ewigen Derby-Bilanz in der steirischen Landeshauptstadt hält der GAK nun bei 43 Siegen, Sturm hat 39 Erfolge zu Buche stehen und dazu gab es 39 Remis.
Drei Tage nach dem bitteren UEFA-Cup-Aus in Middlesbrough zeigten die Rotjacken, warum sie national in der vergangenen Saison groß abgeräumt hatten. "Das Derby als Liga-Beginn ist für uns eine große Motivation. Wir werden versuchen, an unsere guten Europacup-Leistungen anzuknüpfen, auch wenn einige Spieler vom Middlesbrough-Match müde sind", hatte Walter Schachner gemeint und seine Elf knüpfte in der Tat an den internationalen Auftritt an.
Gegenüber der Partie in Nordengland war der GAK nur an einer Position verändert: Statt Skoro war wieder Kollmann in die Mannschaft gekommen. Bei Sturm hatte Michael Petrovic gegenüber dem 3:1-Sieg gegen Salzburg sein Team ebenfalls nur geringfügig geändert, anstelle von Dag wurde Innenverteidiger Verlaat aufgeboten - Neukirchner rückte dafür an die rechte Flanke im Mittelfeld.
Zum Sargnagel der Siegeshoffnungen des SK Sturm wurde Torhüter Radovan Radakovic, der bei den ersten drei Treffern patzte. Beim 1:0 landete seine Faustabwehr nach einem Bazina-Freistoß bei Verteidiger Ertl, der den Ball unglücklich ins eigene Netz beförderte. Dem 2:0 ging ein erneuter Radakovic-Fehler voraus, nach Bleidelis Kopfball-Vorlage war Bazina ebenfalls per Kopf zur Stelle. Nach der Pause schnitzte der Ex-Partizan-Keeper bei einem unnötigen Ausflug ein weiteres Mal - Ehmann bediente Pogatetz, der sich die Chance zum 3:0 nicht nehmen ließ.
Nur am vierten Tor - der eingewechselte Skoro traf nach Vorlage des ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Amerhauser - war der Sturm-Schlussmann schuldlos. Die Anhänger der Schwarz-Weißen reagierten mit einem Transparent Richtung Vereins-Präsident Hannes Karting auf die höchste Derby-Schlappe seit 2. März 2003 (0:5). Der eindeutige Wortlaut: "Neue Mitglieder nimmst Du keine, dafür bettelst Du um Stronachs Scheine."
(apa/red)
