Nach Anschlag: Israel fühlt sich nicht mehr an Waffenruhe mit Jihad gebunden
- Neue Angriffe auf Anführer der Jihad angekündigt
- Regierung droht Syrien mit Vergeltungsschlag
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Israel fühlt sich nach dem Selbstmordanschlag in Tel Aviv nicht mehr an die Waffenruhe mit dem Islamischen Jihad gebunden. Die Palästinenserorganisation habe die Waffenruhe durch das Attentat gebrochen, und deshalb werde die israelische Armee künftig wieder gegen Anführer des Islamischen Jihad vorgehen, zitierte das Militärradio am Samstagabend Verteidigungsminister Shaul Mofaz.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Abu Mazen) hatte unlängst mehreren radikalen Palästinensergruppen einen Waffenstillstand mit Israel abgerungen und sich dann bei einem Gipfeltreffen mit dem israelischen Regierungschef Ariel Sharon auf eine beidseitige Waffenruhe verständigt.
Angriff syrischer Ziele zur Verhinderung weiterer Terroranschläge
Die israelische Regierung hat Syrien mit einem Vergeltungsschlag gedroht. Vize-Verteidigungsminister Zeev Boim sagte am Sonntag in Jerusalem, Israel werde syrische Ziele angreifen, wenn dadurch Anschläge verhindert werden könnten, die in Damaskus geplant würden.
Verteidigungsminister Shaul Mofaz hat Syrien eine Beteiligung an dem palästinensischen Selbstmordattentat zugeschrieben. "Wir haben Beweise, die Syrien direkt mit diesem Anschlag in Verbindung bringen", sagte Mofaz am Samstagabend im israelischen Militärradio.
Der Attentäter hatte sich am Freitagabend vor einer Strand-Diskothek in Tel Aviv in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 53 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.(apa/red)
