"Neuanfang" und Massen-Demo in Mainz: Bush und Schröder legen Streit um Irak bei
- 10.000 Menschen bei Demo gegen den US-Präsidenten
- PLUS: Die BILDER von George W. & Laura Bush on tour
·Bush will mit Europa
zusammenarbeiten
Differenzen um China, brutale Anti-Bush-Demos
·BILDER: Bush reist durch Europa
Proteste, Polizeiaufgebot und wichtige Treffen
·Schüssel nach Bush-Treffen positiv
Bundeskanzler glaubt an echte Annäherung USA-EU
·EU organisiert Irak-Gipfel mit den USA
Ziel: Internationale Hilfe soll koordiniert werden
·Juschtschenko will in NATO und die EU!
Ukraines Präsident bei NATO-Gipfel in Brüssel
·Das Programm von Bushs Europareise
Ankunft in Brüssel, Stop in Berlin, Ende in Slowakei
·EU kommt den USA im Irak entgegen
Aufbau von Büro in Bagdad
von Minstern beschlossen
·Präsident Bush zu Besuch in Europa!
DURCHKLICKEN: Was Europa und die USA trennt!
·Politisches Auf & Ab
Deutschland - USA
Eine Chronik der letzten
drei turbulenten Jahre
US-Präsident Bush und der deutsche Bundeskanzler Schröder haben einen Neuanfang der deutsch-amerikanischen Beziehungen beschworen. Bush betonte bei seinem Besuch am Mittwoch in Mainz die große Bedeutung Deutschlands für Europa und damit auch für die USA. Die Differenzen wegen des Irak-Kriegs seien Vergangenheit, erklärte Schröder nach den politischen Gesprächen. Am Rande des Treffens kam es auch zu Demonstrationen gegen Bush und seine Politik, an der rund 10.000 Menschen teilnahmen.
Europa sei der engste Verbündete der USA, sagte Bush. Deutschland bezeichnete er als "Herz Europas". Schröder betonte, der US-Präsident und er hätten ein "außerordentlich erfolgreiches und außerordentlich freundschaftliches Gespräch" geführt.
Zu den unterschiedlichen Einschätzungen zum Irak-Krieg meinte der Bundeskanzler: "Das ist Vergangenheit." Sowohl Deutschland als auch die USA hätten ein gemeinsames Interesse an einem stabilen Irak. Bush dankte Deutschland für seinen "lebenswichtigen Beitrag" zum Wiederaufbau im Irak.
Anders als früher beim Irak gibt es beim Iran nach den Worten von Bush und Schröder völlige Übereinstimmung in dem Ziel, einen Atomwaffenverzicht des islamischen Staates zu erreichen. Bush würdigte die Zusammenarbeit Deutschlands mit Großbritannien und Frankreich beim Versuch einer diplomatischen Lösung, an der sich auch die USA beteiligen wollten. Allerdings will sich der US-Präsident "alle Optionen" offenhalten.
Aktionsprogramm beim Klimaschutz
Darüber hinaus vereinbarten Bush und Schröder, mit einem gemeinsamen Aktionsprogramm die Zusammenarbeit beim Klimaschutz, bei der Sicherung der Energieversorgung und der Versorgung vor allem für arme Länder zu verstärken.
Zirka 3.000 Menschen demonstrierten gegen den Besuch von Bush. Am Nachmittag stattet Bush dem Gutenberg-Museum einen Besuch ab, außerdem trifft er in Wiesbaden mit den US-Truppen zusammen, bevor er nach Preßburg fliegt. Dort trifft er am Donnerstag mit Russlands Präsident Putin zusammen.
Tausende bei Demo: "Not welcome, Mr. Bush"
Mehr als 10.000 Menschen haben am Mittwoch in Mainz friedlich gegen den Besuch des US-Präsidenten George W. Bush demonstriert. Diese Zahl nannte die Polizei. Die Organisatoren der Demonstration sprachen von bis zu 15.000 Teilnehmern. Die Demonstranten warfen Bush Kriegstreiberei und Umweltfrevel vor. Sie wurden mehrere hundert Meter vom Ort des Zusammentreffens zwischen Bush und Bundeskanzler Gerhard Schröder im Mainzer Regierungsviertel fern gehalten. Zu den Protesten hatte das Aktionsbündnis "Not welcome, Mr. Bush" aufgerufen. Dies ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Gruppierungen aus Friedensbewegung, Globalisierungskritikern und Umweltschützern.
(apa/red)
