Sonntag, 27. Februar 2005

Landwirtschaftskammerwahl in NÖ: Klarer Sieg für Bauernbund mit über 91 Prozent!

  • Steigerung um 2,09 Prozent gegenüber dem Jahr 2000
  • SPÖ-Bauern schaffen doch Einzug in Vollversammlung

Über ein hervorragendes Ergebnis bei der NÖ Landwirtschaftskammerwahl durfte sich der Bauernbund freuen: 91,23 Prozent bedeuteten ein Plus von 2,09 Prozentpunkten und einem Mandat auf nunmehr 33 gegenüber dem Urnengang im Jahr 2000. Die Freiheitliche Bauernschaft sackte um 2,43 Prozentpunkte auf 2,94 Prozent ab und ist damit nicht mehr in der Vollversammlung vertreten. Hingegen schafften die Sozialdemokratischen Bauern mit 5,15 Prozent (plus 0,39 Prozentpunkte) den Wiedereinzug. Sie haben nun drei Sitze inne. Die Grünen kamen auf 0,68 Prozent (minus 0,05 Prozentpunkte).

Für VPNÖ-Landesparteiobmann LH Erwin Pröll zeigte das Ergebnis, dass ständiges Engagement für die Menschen zum Erfolg führe. Das stimme ihn, so Pröll, auch "äußerst zuversichtlich" für die NÖ Gemeinderatswahlen am kommenden Sonntag, dem 6. März. Dies deshalb, weil, weil die VP-Mandatare auf Gemeindeebene diesen Einsatz auf Gemeindeebene ebenso praktizieren wie die Funktionäre des Bauernbundes.

Landwirtschaftsminister Josef Pröll (V) betonte in Anspielung auf den Anti-EU-Wahlkampf der Freiheitlichen Bauern, die Wählerschaft habe zwischen Seriosität und Panikmache bewusst unterschieden und das Vertrauen dementsprechend verteilt. Mit der Stärkung des NÖ Bauernbundes könne die Arbeit für die Landwirte konsequent fortgesetzt werden.

Spitzenkandidat Abg. Hermann Schultes, der dem nicht mehr angetretenen NÖ Landwirtschaftskammerpräsidenten Rudolf Schwarzböck folgte, freute sich über die Einigkeit und Geschlossenheit des Bauernstandes. VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Gerhard Karner sprach von einem "Bankrott für die Freiheitlichen", einer "Blamage für die Grünen" und einem "peinlichen" Ergebnis für die SPÖ.

Der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Abg. Fritz Grillitsch, freute sich über das Wahlergebnis. Niederösterreich bleibe das Bauern-Kernland. Reformverweigerung, wie sie teilweise von anderen Parteien betrieben worden sei, werde von den Wählern nicht mehr toleriert.

Der Vorsitzende der SPÖ-Bauern, Josef Etzenberger, freute sich über den Wiedereinzug in die Kammer. Nun gelte es, das Programm für die Klein- und Familienbetrieb gut umzusetzen. Als demokratiepolitisch wichtig erachtete es SPNÖ-Vorsitzende LHStv. Heidemaria Onodi, dass in einer gewählten Institution nicht nur Vertreter einer Partei seien. (apa)

27.2.2005 20:12