ÖGB-Frauen fordern: Gleiche Chancen für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt!
- Regierung soll aus "Winterschlaf" geweckt werden
- PLUS: Frauen verdienen immer weniger Geld!
·Frauen verdienen immer weniger Geld!
Teilzeit-Jobs nehmen zu, SP fordert Konsequenzen
·Jeder dritte Unter-nehmer ist weiblich!
Österreich damit europa- weit auf dem zweiten Platz
Auf gleiche Chancen für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt drängten am Donnerstag die ÖGB-Frauen. Um die Regierung diesbezüglich aus dem "Winterschlaf" zu wecken, starte am Internationale Frauentag den 8. März eine Einkommenskampagne, wie ÖGB -Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits ankündigte.
"Die Rahmenbedingungen insbesondere für Frauen mit Kindern sind unzumutbar. Als Folge davon landen immer mehr Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause in der Arbeitslosigkeit oder in nicht existenzsichernden atypischen Beschäftigungsverhältnissen", so Csörgits.
Konkret fordert sie neben dem Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen eine Qualifizierungsoffensive für Wiedereinsteigerinnen, eine Reform des Kindergeldes sowie die Schaffung von mehr Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen. Druck machen wollen die ÖGB-Frauen aber auch auf die Sozialpartner. "Wir fordern eine solidarische Lohnpolitik. Die unteren Einkommen müssen verstärkt angehoben werden. Und mehr Frauen müssen in den Kollektivverhandlungsteams vertreten sein", so Csörgits.
ÖVP weist Kritik zurück
Nicht gelten lassen will die ÖVP die Kritik der ÖGB-Frauen an der Regierung. Die Bundesregierung mache alles, um die Rahmenbedingungen für Frauen und Kinder zu verbessern, erklärte ÖVP-Frauensprecherin Elisabeth Scheucher-Pichler am Donnerstag in einer Aussendung. Österreich sei hier auch von der EU-Kommission gelobt worden, "signifikante Fortschritte" bei der Reform der Arbeitsmärkte gemacht zu haben.
Scheucher-Pichler warf dem ÖGB dagegen vor, selbst zu wenig für die Frauen zu tun. Csörgits solle "Druck" auf den ÖGB selbst machen, schließlich sei auch dieser von der EU-Kommission insofern kritisiert worden, "dass es keine Belege für die Bemühungen der Sozialpartner gebe, den Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern zu reduzieren."
(apa)
