Linzer stach alkoholisiert auf Freundin & Vater ein: Opfer aber nicht in Lebensgefahr
- Polizei ermittelt wegen zweifachen Mordversuches
- Bei ersten Befragung "weiterhin äußerst renitent"
Ein stark alkoholisierter 39-jähriger Linzer hat in der Nacht auf Donnerstag seine 40-jährige Freundin und seinen 74-jährigen Vater mit einem Messer attackiert. Die Opfer erlitten Stichverletzungen an Kopf und Hals, Lebensgefahr bestand aber nicht. Der mutmaßliche Täter wurde wegen des Verdachtes des versuchten Mordes festgenommen. Er habe angegeben, "mit den Verletzungen nichts zu tun zu haben", teilte die Polizei in einer Presseaussendung Donnerstag am Vormittag mit.
Kurz vor 19.30 Uhr kam der 39-Jährige in seine Wohnung, nahm wortlos ein Küchenmesser mit einer elf Zentimeter langen Klinge aus einem Messerblock und verletzte damit seinen vor dem Fernseher sitzenden Vater und seine Lebensgefährtin, berichtete die Polizei. Dem Pensionisten fügte er eine etwa zehn Zentimeter lange Schnittwunde am Kopf zu, die bis zum Schädelknochen reichte, seine Freundin verletzte er am Hals, an der Unterlippe und am Kopf. Nach der Tat setzte sich der Verdächtige auf einen Sessel im Wohnzimmer.
Die blutüberströmte 40-Jährige verständigte die Rettung, die sofort die Polizei alarmierte. Bei der Erstversorgung der Verletzten ging der Linzer auch auf die Sanitäter los. "Nach dem Eintreffen der Polizeibeamten kam der Tatverdächtige mit blutverschmierten Händen aus der Wohnung", so die Kriminalisten. Die Opfer wurden in ein Linzer Krankenhaus eingeliefert.
Der 39-Jährige wurde festgenommen und ins polizeiliche Anhaltezentrum gebracht. Eine amtsärztliche Untersuchung habe 2,06 Promille ergeben. Bei einer ersten Befragung habe sich der mutmaßliche Täter "weiterhin äußerst renitent" gezeigt und angegeben, mit den Verletzungen nichts zu tun zu haben, berichtete die Polizei. Am Donnerstag waren weitere Vernehmungen durch die Kriminalpolizei im Gange.(apa)
