Mittwoch, 23. Februar 2005

Nach tödlicher Elefantenattacke: Abgabe Abus ist für Tiergarten derzeit kein Thema

  • Schönbrunn betont: Wildtiere werden nicht "verkauft"
  • Mutter-Kind-Kontakt ist nach wie vor sehr wichtig

Eine Abgabe des dreijährigen Elefantenbullen Abu an einen anderen Zoo werde "derzeit keinesfalls in Erwägung gezogen", wie der Tiergarten Schönbrunn in einer Aussendung am Mittwoch betonte. Auch würden in wissenschaftlich geführten Zoos keine Tiere "verkauft", sondern "kostenlos in einem modernen Zuchtmanagement koordiniert weitergegeben". Dies geschehe nur in engster Koordination mit einem für Afrikanische Elefanten zuständigen Zuchtbuchkoordinator.

Abu wird am 25. April 2005 erst vier Jahre alt und wird noch immer von seiner Mutter gesäugt, so der Tiergarten. Dieser Mutter-Kind-Kontakt sei nach wie vor sehr wichtig, weshalb die Abgabe Abus kein Thema sei.

Der Jungbulle hatte am Sonntag seinen Pfleger tödlich verletzt. Seit dem Vorfall wird Abu nur mehr im so genannten protected contact betreut, eine Maßnahme, die eigentlich für männliche Tiere ab der Geschlechtsreife vorgesehen ist. Das Tier hatte sich laut dem Schönbrunner Zoo als "frühreif" erwiesen, deshalb habe man bereits im März vergangenen Jahres, knapp vor Erreichen des dritten Lebensjahres, mit dem Training für den "protected contact" begonnen.
(apa)

23.2.2005 13:06


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