"Überfall, Geld her!" Am Montags gab's gleich drei Banküberfälle in Wien
- Ein Verdächtiger gefasst
- Ein kleiner und ein dicker Täter entkommen
Drei Banküberfälle sind am Montag in Wien begangen worden: In zwei Fällen konnten sich die Täter aus dem Staub machen, ein Verdächtiger wurde festgenommen. Ziel der Taten waren eine WSK-Bank in der Leopoldstadt, eine Raiffeisenfiliale in Penzing und eine BA-CA-Zweigstelle in Döbling.
Letztgenannter Überfall, bei der der Täter das Personal mit einer Pistole bedroht hatte, konnte noch am Nachmittag geklärt werden, berichtete Dr. Hannes Scherz von der Kriminaldirektion 1: Ein Zeuge berichtete, der Unbekannte sei unweit der Bank, die sich in der Gatterburggasse befindet, in einen silberfarbenen Ford "Mondeo" gestiegen und davongefahren: "Dort ist dann auch das Alarmpaket gefunden worden", sagte Scherz. Auch die Tatwaffe hatte der Flüchtende an dieser Stelle zurückgelassen.
Nach dem Mann und dem Wagen wurde eine Fahndung eingeleitet, die wenig später erfolgreich war. Der 40-jährige Klaus K. wurde von Beamten der Einsatzgruppe Raub nahe des Praters in der Leopoldstadt festgenommen. Eine Gegenüberstellung brachte Gewissheit darüber, dass es sich um den Täter handelte.
Gleich mit einem Sprengsatz drohte jener Täter, der die WSK-Bank in der Tandelmarktgasse ausraubte: Mit einer bunten Schachtel fuchtelte er vor einer Angestellten herum und rief: "Überfall, Geld her, Bombe!" Er entkam mit seiner Beute unerkannt. Der Mann wurde als mindestens 1,85 Meter groß und dick beschrieben, er hat angeblich eine watschelnden Gang. Maskiert hatte er sich mit einer schwarzen Wollhaube, einem Schal und einer Sonnenbrille.
Der Räuber, der den Überfall auf die Raiffeisenbank in der Linzer Straße verübte, tarnte sich ebenfalls mit einer Wollhaube und hatte sich dazu noch einen Bart aufgeklebt. Er dürfte mit einer Gaspistole bewaffnet gewesen sein. Geflüchtet ist der als auffallend klein beschriebene Mann mit einem Fahrrad.
(apa/red)
