Freitag, 18. Februar 2005

Tourismus um zehn Prozent gewachsen: 2004 verreisten weltweit 760 Mio. Urlauber

  • Mehr als fünfzig Prozent aller Touristen sind Europäer
  • Die meisten Urlauber bleiben auf eigenem Kontinent

Der weltweite Tourismus hat im vergangenen Jahr eine neue Größenordnung erlangt. 760 Millionen Touristen wurden im Jahre 2004 rund um den Globus gezählt. Das war eine Zunahme um 69 Millionen oder zehn Prozent und die höchste Zuwachsrate der vergangenen 20 Jahre, sagt John Kester, Marketing-Experte der World Tourism Organization (WTO).

Für dieses Jahr rechne er mit einer Zunahme des weltweiten Tourismus um fünf Prozent.

Mehr als die Hälfte sind Europäer
414 Millionen oder 55 Prozent dieser Touristen entfielen auf Europa, 153 Millionen oder 20 Prozent auf Asien und die Pazifik- Region und 124 Millionen oder 16 Prozent auf Amerika. Bemerkenswert sei es, dass nach den Zahlen des vorvergangenen Jahres 46 Prozent aller Touristen weltweit auf den Straßenverkehr, 42 Prozent auf den Luftverkehr und lediglich fünf Prozent auf den Bahnverkehr entfielen, sagte Kester.

Urlauber bleiben auf eigenem Kontinent
Der Fernreiseverkehr spiele nach wie vor eine untergeordnete Rolle, sagte der Experte. Nicht weniger als 80 Prozent aller Touristen verlassen ihren Kontinent nicht. In Europa blieben sogar 89 Prozent aller Touristen innerhalb der Kontinentalgrenzen, während 24 Prozent aller amerikanischen Touristen ihren Kontinent verlassen hätten.

Weitere Zunahme
Kester hob hervor, dass die WTO langfristig mit einer weiteren deutlichen Zunahme der Tourismus-Zahlen rechne. Im Jahr 1950 sei weltweit von 100 Menschen nur einer touristisch gereist, während es im Jahr 2000 schon 11,5 waren. Im Jahr 2010 erwarte die WTO 15 und 2020 sogar 21 Touristen pro 100 Einwohner. (apa)

18.2.2005 12:44