Dienstag, 15. Februar 2005

Weinernte 2004 um 8 Prozent gestiegen: Witterung drückte allerdings die Qualität

  • Wien erzielte die einträglichste Lese seit sechs Jahren
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Die österreichischen Weinbauern können auf das Jahr 2004 mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurückblicken. Die Weinernte legte um acht Prozent auf 2,7 Mio. Hektoliter (hl) zu, gleichzeitig beeinträchtigten die schwierigen Witterungsbedingungen die Qualität der Weine.

So stieg die Produktion von Qualitäts- und Prädikatsweins gegenüber dem Vorjahr nur um zwei Prozent auf 2,2 Mio. Hektoliter, während bei Tafel- und Landwein ein Plus von 53 Prozent auf 464.000 Tonnen eingefahren wurde, teilte die Statistik Austria in einer Aussendung mit.

Weißwein
Weißweine konnten mit 1,8 Mio. hl (+10 Prozent) heuer deutlich zulegen, was in etwa dem durchschnittlichen Ernteniveau der vergangenen zehn Jahre entspricht. Aus Niederösterreich stammten 1,2 Mio. hl (+11 Prozent) Weißwein, dem Burgenland 387.400 hl (+6 Prozent), der Steiermark 129.600 hl (+9 Prozent) und aus Wien 17.700 hl (+73 Prozent).

Rotwein
Auch Rotweine konnten ausgehend vom hohen Produktionsniveau des Vorjahres auf 960.800 hl (+4 Prozent) zulegen. Während im Burgenland mit 432.400 hl (-9 Prozent) und der Steiermark mit 37.700 hl (-15 Prozent) Produktionsrückgänge zu verzeichnen waren, konnte Niederösterreich seine Rotweinernte auf 485.500 hl (+21 Prozent) deutlich steigern.

Einbruch beim Traubenmost
Neben Qualitäts- und Prädikatswein konnten auch 3.700 hl (-64 Prozent) Traubenmost und 45.200 hl (+46 Prozent) sonstige Erzeugnisse produziert werden.
Insgesamt wurde die größte Weinmenge wieder in Niederösterreich (1,724.000 hl; +14 Prozent) eingebracht, gefolgt vom Burgenland (819.800 hl; -2 Prozent), der Steiermark (167.300 hl; +3 Prozent) sowie Wien (22.400 hl; +66 Prozent).

Damit hat die Bundeshauptstadt - nach der verhagelten Vorjahresproduktion - die größte Weinernte seit 1998 erzielt und den Fünfjahresschnitt um 36 Prozent übertroffen.(apa/red)

15.2.2005 11:36