Freitag, 18. Februar 2005

USA erliegen hässlichem Schönheits-Wahn: Operationen nehmen weiter zu

  • Zwölf Millionen Korrekturen stellen neuen Rekord dar
  • Ranking: Fettabsaugen vor Brust-OPs & Botox-Spritzen

Der Schönheitswahn regiert in den USA weiter: Im vergangenen Jahr ließen die US-Bürger insgesamt zwölf Millionen Schönheitsoperationen über sich ergehen, 44 Prozent mehr als 2003, wie die Amerikanische Vereinigung für Plastische Chirurgie (ASAPS) mitteilte. ASAPS-Präsident Peter Fodor führte den Anstieg auf die große Aufmerksamkeit der Medien für dieses Thema zurück. "Die Menschen haben viel mehr Gelegenheit zu sehen, was die plastische Chirurgie ist und was sie leisten kann. Das kann eine große Ermutigung sein."

Die chirurgischen Eingriffe stiegen 2004 um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an, an der Spitze stand dabei das Fettabsaugen mit 478.000 Eingriffen. Brustoperationen standen an zweiter Stelle, gefolgt von Korrekturen der Augenlider, der Nase sowie von Liftings. Die Zahl der Brustvergrößerungen nahm im vergangenen Jahr um 19 Prozent zu. Unter den Jugendlichen entschieden sich jedoch 63 Prozent weniger als im Vorjahr für Implantate.

Bei den nicht-chirurgischen Eingriffen liegen die Botox-Spritzen weit vorne: 2,8 Millionen Menschen entschieden sich 2004 in den USA für diese Anti-Falten-Maßnahme. 1,4 Millionen US-Bürger ließen sich ihre Körperbehaarung für immer weglasern. Vor allem bei den amerikanischen Männern wird dieser kosmetische Eingriff immer beliebter. Zwar wurden 2004 nur zehn Prozent der Enthaarungen bei Männern vorgenommen. Allerdings war eine Steigerung um 300 Prozent seit 1997 zu verzeichnen. In einer ASAPS-Umfrage bekannten sich im vergangenen Jahr 21 Prozent der Männer dazu, eine Enthaarung zu erwägen - 50 Prozent mehr als 2003.

(apa/red)

18.2.2005 14:10