Langlauf-Staffel der Herren: ÖSV-Quartett holt großartigen fünften Platz in Oberstdorf
- Norwegen erobert zwölfte Gold-Medaille in Teambewerb
- Deutsche Staffel auf Rang 2, Russland holt sich Bronze
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·15 km Skating: Gold und Silber an Italien
Hoffmann wegen einer Erkältung nicht am Start
Heja Norge! Titelverteidiger und Olympiasieger Norwegen hat am Donnerstag bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf nach dem Damen-Sieg und jenem in der Kombination auch Herren-Gold in der Langlauf-Staffel erobert. Odd-Björn Hjelmeset, Frode Estil, Biathlet Lars Berger und Tore Ruud Hofstad setzten ich in einem enorm spannenden Rennen vor rund 30.000 Zuschauern vor Deutschland (+17,7 Sekunden) und Russland (18,7) durch, Italien verlor im Finish das lange Zeit sicher scheinende Bronze (44,9). Österreichs Quartett erfüllte mit Rang fünf die Erwartungen, auf Edelmetall fehlten 1:17,8 Minuten.
Markus Gandler sah die Vorgabe durch das Quartett Martin Tauber, Michail Botwinow, Roland Diethart und Christian Hoffmann erfüllt. "Wir sind mitten in der Weltklasse, obwohl wir noch Defizite haben. Diethart und Tauber sind noch nicht so weit, Hoffmann war durch seine Erkrankung behindert. Das fehlt uns noch zu einer Medaille", sagte der Ex-Staffel-Weltmeister und lobte Botwinow für dessen "sensationelle Leistung". Obwohl alleine laufend erreichte der Jung-Vater die drittbeste Zeit seines Abschnitts.
Ex-Weltmeister Botwinow hatte als zweiter Mann mit 54 Sekunden Rückstand auf Rang sieben von Tauber ("Ich hatte nach wenigen Kilometern einen Einbruch, habe das Sonntag-Rennen noch nicht verdaut") übernommen und übergab als Sechster mit nur sieben Sekunden Rückstand auf den Bronzerang an Diethart. Norwegen und Russland lagen voran, die Italiener waren Dritte vor Deutschland und Frankreich - Österreich schien knapp dahinter sogar um Edelmetall mitzumischen.
Perfektionist Botwinow war dennoch nicht ganz zufrieden. "Es war ein gutes Rennen, aber am Ende hat mir etwas die Kraft gefehlt, ich konnte nicht mehr ganz an Italien und Deutschland heranlaufen. Auf dieser Strecke musste man sich die Kraft genau einteilen", erklärte der 37-Jährige. Diethart schaffte danach bald den Anschluss, vier Länder lagen gleichauf im Kampf um Bronze.
Doch die Hoffnung von Gandler auf ein taktisches Rennen erfüllte sich nicht. 15-km-Weltmeister Pietro Piller Cottrer (ITA) sorgte für hohes Tempo, der Steirer Diethart musste die Gruppe ziehen lassen. "Ich habe die Drei bei den Übergängen nicht halten können, musste mein eigenes Tempo gehen und Schadensbegrenzung betreiben. Wenn man sich völlig verausgabt verliert man gleich zwei Minuten", meinte der ÖSV-"Spielertrainer". Er büßte auf die drittplatzierten Italiener 1:18 Minuten ein und schickte Schlussmann Christian Hoffmann als Sechsten in die Skating-Spur.
Der 30-km-Olympiasieger spürte in seinem erstem WM-Einsatz nach einwöchiger Zwangspause die Folgen seiner Virus-Infektion. Er erfüllte seine Aufgabe dennoch prächtig, indem er den Franzosen Alexandre Rousselet im Zielsprint ausstach. Damit war WM-Rang fünf - so wie 2001 in Lahti - für die bei Olympia 2002 viertplatzierte ÖSV-Staffel perfekt. "Ich habe den Franzosen, der als Einziger in Reichweite war, geholt, aber normal hat es keinen Sinn, so ein Rennen zu laufen. So wie es mit jetzt geht, kann das für die Gesundheit nicht gut sein", erklärte Hoffmann, den Hals, Arme und Beine schmerzten. Er sah durchaus Potenzial für Torino 2006: "Prinzipiell war es eine gute Staffel, auch wenn noch mehr möglich gewesen wäre, wenn alle solche Leistungen wie bei ihren besten Saisonrennen geboten hätten." (apa/red)
Ergebnisse der 4 x 10 km der Herren:
| 1. | Norwegen | 1:39:04,4 Std. |
| 2. | Deutschland | +17,7 Sek. |
| 3. | Russland | +18,7 |
| 4. | Italien | +44,9 |
| 5. | Österreich | +1:36,5 Min. |
| 6. | Frankreich | +1:37,6 |
| 7. | Schweden | +3:10,3 |
| 8. | Tschechien | +3:24,4 |
| 9. | Estland | +4:16,8 |
| 10. | Kasachstan | +4:17,2 |
(apa/red)










