Nordische WM in Oberstdorf: ÖSV-Adler stürzen bei Springen auf Normalschanze ab
- Slowene Benkovic Überraschungssieger, Ahonen 3.
- Windlotterie: Äußere Bedingungen mit großem Einfluss
·ÖSV im Springen mit großen Chancen
Loitzl gewann Qualifikation für WM auf Normalschanze
·Nordische WM in Oberstdorf eröffnet
ÖSV-Team kämpft in allen Sparten um Medaillen
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10x Gold, 14x Silber und 21x Bronze für Österreich
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Norwegen eroberte bereits
299 mal WM-Edelmetall
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Athleten bei der WM
Oberstdorf: Gottwald kann die Führung übernehmen
·Skispringer mit 7x Gold Spitzenreiter
Alle bisherigen ÖSV-WM-Medaillen nach Sparten
Der erste Skisprung-Bewerb bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Oberstdorf hat nach einer Windlotterie einen Sensations-Weltmeister gebracht. Rok Benkovic nützte den starken Aufwind im ersten Durchgang zur Tageshöchstweite von 101 Metern und brachte den Vorsprung mit einem 91-m-Satz im Finale durch. Der erst 18-jährige Slowene behielt die Nerven und gewann die erste Springermedaille für sein Land überhaupt, 6,5 Zähler vor dem Tschechen Jakub Janda und 7,0 Punkte vor einem der Topfavorits, Janne Ahonen (FIN). Von den Österreichern landete überraschend Wolfgang Loitzl nach einem verhältnismäßig guten zweiten Sprung auf dem sechsten Rang.
Für die zu den Favoriten zählenden Österreichern Martin Höllwarth und Thomas Morgenstern blieben nur die Ränge zwölf bzw. 18, dementsprechend groß war der Frust bei den Beiden. "Ich habe meinen Job gemacht, ich kann nichts anderes sagen. Es ist bitter, aber es nutzt nichts. Ich verstehe nur nicht, warum man bei solchen Bedingungen den Bewerb nicht auf Montag oder Dienstag verschoben hat", sagte Höllwarth. Ähnlich reagierte auch Morgenstern: "Ich hatte im ersten Durchgang bei meinem Versuch 1,1 m Aufwind, die ersten Springer hatten 2,9 m. Aber ich will mich nicht auf den Wind ausreden, denn wenn ich es gut gehabt hätte, dann würde ich jetzt anders dastehen."
Auch Wolfgang Loitzl hatte nach seinem zweiten Versuch ursprünglich ziemlich über die wechselnden Bedingungen geschimpft. Doch auf Grund der Entwicklungen machte der 25-jährige Steirer Rang um Rang gut und verfehlte als ex-aequo-Sechster mit Titelverteidiger Adam Malysz und dem Slowenen Jernej Damjan die Bronzemedaille nur um lächerliche drei Punkte bzw. 1,5 Meter. "Im ersten Durchgang hätte ich bei besseren Bedingungen drei Meter weiter springen können, aber dann hätte es mich im zweiten erwischen können. Für den Teambewerb heißt das nur, das wir nicht Favoriten sind, und das ist gut so."
"Ein sehr turbulentes Springen"
"Es war ein sehr turbulentes Springen. Es ist halt schade, dass das gerade bei einem Großereignis so passiert. Im ersten Durchgang haben wir von den Verhältnissen her abgebissen, Glück haben wir keines gehabt", meinte Pointner, der nun seine Truppe innerhalb von weniger als 24 Stunden wieder aufrichten musste. "Es gab zu viele gute Eindrücke in den vergangenen Wochen, um die Stimmung kippen zu lassen."
Dem frisch gebackenen Weltmeister Benkovic war das freilich egal. "Ich hätte nie gedacht, dass ich hier gewinnen würde. Von den Windbedingungen weiß ich nichts, das bekommt man von oben nicht so mit. Aber für mich zählt nur, dass ich zwei gute Sprünge gemacht habe", freute sich Benkovic über sein Sensationsgold.
Skispringen - Normalschanze:
| 1. | Rok Benkovic | SLO | 256,0 Pkt. (101,0 m/91,0 m) |
| 2. | Jakub Janda | CZE | 249,5 ( 96,0/91,5) |
| 3. | Janne Ahonen | FIN | 249,0 ( 97,0/92,0) |
| 4. | Björn Einar Romören | NOR | 248,0 ( 98,5/89,5) |
| 5. | Georg Späth | GER | 247,5 ( 97,0/92,0) |
| 6. | Wolfgang Loitzl | AUT | 246,0 ( 93,0/94,5) |
| 6. | Adam Malysz | POL | 246,0 ( 94,5/93,0) |
| 6. | Jernej Damjan | SLO | 246,0 ( 99,5/89,5) |
| 9. | Lars Bystöl | NOR | 245,0 ( 94,5/91,5) |
| 9. | Roar Ljökelsöy | NOR | 245,0 ( 96,5/90,5) |
| 11. | Risto Jussilainen | FIN | 244,5 ( 97,5/90,0) |
| 12. | Martin Höllwarth | AUT | 244,0 ( 95,5/92,0) |
| 12. | Martin Schmitt | GER | 244,0 ( 93,5/93,0) |
| 14. | Sigurd Pettersen | NOR | 241,5 ( 91,0/95,0) |
| 15. | Jussi Hautamäki | FIN | 241,0 ( 91,0/95,5) |
| 16. | Michael Uhrmann | GER | 240,5 ( 96,5/89,5) |
| 17. | Matti Hautamäki | FIN | 240,0 ( 95,5/89,5) |
| 18. | Thomas Morgenstern | AUT | 239,0 ( 95,0/89,5) |
| 18. | Akira Higashi | JPN | 239,0 ( 89,5/94,5) |
| 20. | Andreas Küttel | SUI | 238,5 ( 90,0/94,5) |
| 21. | Noriaki Kasai | JPN | 237,0 ( 93,5/90,0) |
| 22. | Yong Jik Choi | KOR | 233,0 ( 92,0/90,5) |
| 23. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 232,0 ( 97,5/85,5) |
| 23. | Jan Matura | CZE | 232,0 ( 94,0/87,0) |
| 25. | Andreas Widhölzl | AUT | 230,0 ( 94,5/86,0) |
| 26. | Emmanuel Chedal | FRA | 229,5 ( 91,5/89,5) |
| 27. | David Lazzaroni | FRA | 229,0 ( 92,5/88,5) |
| 28. | Jan Mazoch | CZE | 228,0 ( 90,0/90,0) |
| 29. | Iwan Karaulow | KAZ | 227,5 ( 90,0/90,0) |
| 30. | Marcin Bachleda | POL | 226,0 ( 94,5/84,5) |
(apa/red)










