Kampf um Edelmetall: Finnen wollen im Skispringen vier Medaillen gewinnen
- Duell Österreich-Finnland um Gold in Teambewerben
- Janne Ahonen war im Training in Lahti überzeugend
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Sie sind zweifellos die größten Konkurrenten Österreichs im Kampf um die beiden Team-Goldmedaillen, die am Sonntag auf der Normalschanze (Hill Size 100) und am 26. Februar (Samstag) auf der Großschanze (HS 137) vergeben werden: Die Schützlinge von Tommi Nikunen, dem finnischen Skisprung-Cheftrainer. Und mit Janne Ahonen hat er trotz dessen Weltcuppause wegen einer Grippe auch einen der Topfavoriten für die beiden Einzelbewerbe von der Normalschanze am Samstag (16:00) bzw. am 25. Februar.
"Deshalb bin ich vielleicht auch der einzige Springertrainer, der sagt: Unser Ziel sind vier Medaillen. Das ist schon ungewöhnlich für uns, aber es gibt keinen Grund, warum wir das nicht schaffen sollten", strotzt Nikunen vor Selbstvertrauen. Seine Truppe hat zuletzt mit den jeweiligen persönlichen Trainern ein "Heimtraining" absolviert, und da vernahm der Cheftrainer auch sehr gute Nachrichten von seinem zuletzt rekonvaleszenten Topmann Janne Ahonen. Der zwölffache Rekord-Saisonsieger und Gewinner der Vierschanzen-Tournee hatte zuletzt drei Springen in Serie ausgelassen, um sich von einer schlimmen Grippe zu erholen.
"Die vergangenen Wochen waren sehr schwierig und man hat auch in Zakopane gesehen, dass Janne nicht unschlagbar ist. Aber er hat sich erholt und Janne ist jetzt in guter Form", so Nikunen. Ahonen selbst wollte einmal die ersten Trainingssprünge in Oberstdorf am Donnerstag abwarten, allerdings bestätigte er Berichte, wonach er ganz ausgezeichnete Weiten im Training in Lahti erzielt hätte. "Ja, es ist alles in Ordnung, ich fühle mich gut." Seine Ziele wollte der momentane Superstar der Skispringer aber nicht konkretisieren. "Ich möchte gute Wettkämpfe, acht gute Sprünge machen. Wenn mir das gelingt, dann habe ich gute Chancen, ein paar Medaillen zu holen."
Auch auf ein Einengen des Favoritenkreises wollte er sich nicht einlassen. "Es gibt viele gute Springer, alle aus den Top 15 im Weltcup können hier um die Medaillen springen", meint Ahonen, der noch vor einigen Wochen mit 40 Grad Fieber das Bett gehütet hat. Matti Hautamäki ist da schon optimistischer, was den Überflieger dieser Saison betrifft. "Er war heuer schon so erfolgreich. Und ich habe heute Morgen seine Augen gesehen", meinte Hautamäki vielsagend. Da sei wieder diese Ausstrahlung, dieses Selbstvertrauen zu sehen. "Wenn du dich gut fühlst und dir selbst traust, dann kann dich nichts aufhalten."
In den Teamkonkurrenzen will wohl jeder Cheftrainer eine Goldmedaille, schließlich ist es die beste Möglichkeit, die eigene gute Arbeit zu untermauern. Auch Nikunen denkt da nicht anders. "Diese Saison gab es das gleiche Problem in jedem Team: Österreich war das einzige Team, das vier Springer auf hohem Niveau hatte", stempelt er die Truppe von Alex Pointner zu den Favorits. (apa)










