Hoffen auf "Hoffi": Olympiasieger will in Oberstdorf um eine WM-Medaille laufen
- Fortsetzung der Karriere bis 2010 ist fix eingeplant
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Langläufer Christian Hoffmann ist als Olympiasieger der "Superstar" im ÖSV-Team bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf. Der 30-jährige Oberösterreicher peilt gleich am ersten Wettkampftag (Donnerstag/15:00 Uhr LIVE auf networld.at!) über 15 km Skating eine Medaille an, schuftet schon jetzt für weiteres Gold in Torino 2006 und kündigte im APA-Interview an, er habe die Fortsetzung seiner Karriere bis zu den Winterspielen 2010 eingeplant.
Sie liefen in den vergangenen zwei Weltcuprennen über 15 km auf das Podest, liegt die Medaille in Oberstdorf schon abholbereit?
Hoffmann: "So leicht ist es nicht. Die letzten zwei Rennen waren gut, aber eine WM ist etwas Anderes. Die Gegner werden stärker sein als zuletzt in Reit im Winkl und bei mir ist eine Verkühlung ein Unsicherheitsfaktor."
Wie schaffen Sie es, bei wichtigen Rennen immer punktgenau in Topform zu sein?
Hoffmann: "Ich setze auf gezielte Vorbereitung auf die wenigen Rennen, die ich bestreite. Über die Saison gesehen bringt das den Vorteil, dass ich dazwischen trainieren kann und nicht so ausgebrannt bin wie andere."
Sie kennen die Strecke in Oberstdorf genau, was sind die Kriterien?
Hoffmann: "Neben den langen, steilen Anstiegen gibt es auch zwei lange Flachstücke. Im Flachen habe ich Schwächen, teils durch das geringe Gewicht, teils technisch bedingt. Daher habe ich heuer zwei Volksläufe bestritten, bei denen ich das trainieren konnte."
Das Umfeld hat große Bedeutung. Wer sind Ihre wichtigsten Bezugspersonen?
Hoffmann: "Da spielen alle Betreuer mit, jeder trägt seinen Teil bei, von der Trainingsplanung bis zur Skivorbereitung."
Als Olympiasieger eines Alpinbewerbs ist man ein gemachter Mann. Lässt sich auch Langlauf-Gold versilbern?
Hoffmann: "Ja, schon. Aber im Bereich von dem, was im Langlauf möglich ist. Mit den Alpinen kann man es nicht vergleichen."
Ärgert Sie das geringere Medien-Echo im Vergleich zu anderen Wintersportlern oder Fußballern?
Hoffmann: Man muss die Leistung sehen. Die Alpinen zeigen Topleistungen, unsere Fußballer bringen im Prinzip keine Leistung und sind trotzdem stundenlang im Fernsehen. Aber das ist halt Volkssport."
Doping hat lange Schatten auch auf den Langlauf geworfen. Ist Doping im Gespräch mit Kollegen anderer Teams ein Thema?
Hoffmann: Im Prinzip nicht. Mit dem Fall Vittoz wurde das Thema wieder aufgewärmt. Ich weiß bis heute nicht, wieso seine B-Probe negativ war (nach positiver A-Probe, Anm.). Es sind einige erwischt worden, ich hoffe, das waren alle, die etwas genommen haben. Die Kontrollen sind strenger geworden und das ist gut so."
Sie trainieren in Ramsau auf einem Skiroller-Laufband schon jetzt für Turin 2006. Wie sieht Ihre weitere Karriereplanung aus und gibt es noch einen Traum?
Hoffmann: "Es wäre schön, nächstes Jahr in Turin ganz oben auf dem Podest zu stehen, nachdem ich das in Salt Lake City nicht erleben durfte. Meine Grobplanung läuft bis Vancouver 2010, vorausgesetzt Langlaufen macht mir weiter so viel Spaß wie jetzt."
(apa/red)










