Sonntag, 20. Februar 2005

Rumpfrunde in der Bundesliga: Sturm Graz
verschafft sich etwas Luft im Tabellenkeller

  • Neu formierte Salzburger Mannschaft im freien Fall
  • Harte Zeiten gibt es auch für Schlusslicht SW Bregenz

Sturm Graz hat am Samstag durch das 3:1 gegen Salzburg zum Frühjahrs-Auftakt der T-Mobile-Fußball-Bundesliga den Tabellenkeller verlassen und die Mozartstädter in eben diesen gestoßen. Für die mit fünf Neuzugängen in der Startelf völlig neu formierte Mannschaft von Peter Assion wird es nach der fünften Niederlage in Folge und einem Absturz vom sechsten auf den neunten Platz nun ebenso kritisch wie für Schlusslicht Bregenz, das nach Anschuldigungen und Verdächtigungen im Wettskandal mit dem 2:3 in Innsbruck einen weiteren Rückschlag einstecken musste.

"Was die mangelnde Chancenauswertung betrifft, ist das für uns nicht neues. Aber wir haben schon lange nicht mehr so viele Tore geschossen", ist Sturm-Trainer Michael Petrovic erleichtert. Die Grazer haben in der laufenden Saison bisher nur vier Mal mehr als ein Tor erzielt. Mit insgesamt 20 Treffern gelangen der einstigen Torfabrik der Liga die wenigsten aller Bundesliga-Teams. "Dass wir so viele Chancen hatten, spricht aber auch für die Mannschaft", meint Petrovic. Ronald Brunmayr, der das erlösende 3:1 erzielte, richtet den Blick auf das Wesentliche: "Ein wichtiger Auftaktsieg. Heute haben nur drei Punkte gezählt."

Wacker Tirol-Stürmer Wolfgang Mair, der seine Mannschaft durch den Treffer zum 3:2-Endstand gegen Bregenz eine Viertelstunde vor Schluss in gesicherte Tabellenregionen (Fünfter) führte, bilanziert ebenfalls pragmatisch: "Es war ein Zittersieg. Das ist jetzt abgehakt. Es waren drei wichtige Punkte, die uns einen Polster verschafft haben." Bregenz-Präsident Grill hatte bereits vor dem Match angekündigt, rechtliche Schritte gegen Medien einleiten zu wollen, die seine Spieler Tolja, Ikanovic und Grabic in Zusammenhang mit Bestechungen und Spielmanipulationen gebracht hatten.

Drei Spiele abgesagt
Gleich drei Spiele fielen den winterlichen Verhältnissen zum Opfer. Die Partien Admira gegen Rapid und Pasching gegen Mattersburg mussten wegen Unbespielbarkeit des Platzes ebenso abgesagt werden, wie das Sonntags-Match Austria gegen GAK. Pasching-Trainer Georg Zellhofer brachte die Situation auf den Punkt: "Wer Mitte Februar in Österreich glaubt, dass unter diesen Bedingungen gespielt werden kann, der hat keine Ahnung."

(apa/red)

20.2.2005 13:54