Auftakt zur Frühjahrs-Saison: Sturm Graz und Wacker Tirol feiern jeweils Heimsiege
- Abgesagt: Admira - Rapid, Pasching - SV Mattersburg
- Auch das Sonntags-Spiel Austria gegen GAK fällt aus
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Polster und Hickersberger im NEWS-Wuchtel-Derby
Sturm Graz und Wacker Tirol feierten zum Auftakt der Frühjahrssaison der T-Mobile-Bundesliga Siege. Sturm gewann im Kellerderby gegen Salzburg mit 3:1. Tirol schlug Bregenz mit 3:2. Die Grazer verschaffen sich mit ihrem Erfolg damit etwas Luft im Abstiegskampf, Bregenz bleibt Schlusslicht.
Treffer von Rojas (10. Minute), Filipovic (35.) und Brunmayr (84.) verhalfen Sturm zu einem Polster von sechs Punkten gegenüber Schlusslicht Bregenz. Salzburg, das nach einem Willi-Treffer (83.) nur kurz hoffen durfte, rutschte auf den vorletzten Platz ab.
Fünf Neue bei Salzburg von Beginn an
Salzburg-Trainer Peter Assion hatte seine Mannschaft mit einem völlig neuen Gesicht auf das Feld geschickt. Mit Willi, Aslan, Gjosevski, Bule und Milinovic kamen fünf der sieben Neuzugänge, allesamt Legionäre, von Beginn weg zum Zug. Doch die neu formierte Mannschaft hatte noch kaum Zeit, sich zu finden, lag sie auch schon zurück. Laessigs Abwehrversuch misslang, Rojas nützte den schweren Abwehrfehler und brachte die Grazer in der zehnten Minute in Führung.
Die Salzburger ließen sich aber nicht entmutigen. Ganz im Gegenteil, die Gäste drängten auf den Ausgleich. Das Tor aber fiel wieder auf der Gegenseite. Roland Linz, der einzige Neuzugang im Sturm-Dress, ging links durch, seine ideale Hereingabe verwertete Filipovic zum 2:0 (35.).
In der Pause reagierte Assion, brachte Kastner und Jank für Öbster und Winklhofer. Fünf Minuten später stand Kastner schon im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf mit Silvestre im Strafraum fiel der Salzburger, Schiedsrichter Gangl sah dabei ein Foul und entschied unter heftigen Protesten der Grazer auf Elfmeter. Bule trat an - und scheiterte an Torhüter Radakovic (51.). In der 83. Minute durften die Gäste aber noch einmal hoffen, als Gercaliu einen Willi-Schuss zum 1:2 abfälschte. Doch im Gegenzug sorgte Brunmayr mit dem 3:1 aus kurzer Distanz für die Entscheidung (84.).
Kein guter Tag für Bregenz
Wacker Tirol hat das vom Wett-Skandal gebeutelte Tabellenschlusslicht Bregenz knapp mit 3:2 (0:1) besiegt. Torhüter Tolja leitete mit einem Eigentor zum 1:1 (51.) die Bregenzer Niederlage ein. Mimm (55.) und Mair (74.) sorgten für die weiteren Treffer der Tiroler. Für Bregenz trafen Jansen (40.) und Schepens (72.).
Jansen war es, der nach schwerem Abwehrfehler von Tirol-Libero Zelic und unfreiwilliger Vorarbeit von Nzuzi fünf Minuten vor der Pause das 1:0 erzielte. Zuvor hatte Alfred Hörtnagl (20.) nach schönem Doppelpass mit Akwuegbu aus spitzem Winkel die einzige nennenswerte Gelegenheit für die Innsbrucker vergeben.
Nach dem Seitenwechsel begann Bregenz druckvoll, musste jedoch in der 51. Minute den Ausgleich durch das Eigentor von Tolja hinnehmen. Der spielende Tirol-Sportdirektor Hörtnagl hatte sich rechts durchgetankt und einen harmlosen Querpass vor das Tor gebracht, von wo sich der Bosnier den Ball mit der Ferse ins eigene Netz beförderte. Nur vier Minuten später nutzte der starke Akwuegbu die Verwirrung in der Gäste-Abwehr zu einer schönen Vorlage auf Mimm, der den diesmal chancenlosen Tolja mit einem platzierten Schuss bezwang und auf 2:1 stellte.
Bregenz gab jedoch nicht auf und glich durch das achte Saisontor von Schepens (72.) aus. Tirol-Verteidiger Schrott hatte den Weitschuss des Belgiers unhaltbar für Pavlovic abgefälscht. Nur zwei Minuten später sorgte Mair nach einem idealen Lochpass von Hörtnagl für die abermalige Führung der Gastgeber, die das 3:2 schließlich über die Zeit brachten.
Drei Spiele abgesagt
Gleich drei Spiele fielen den winterlichen Verhältnissen zum Opfer. Die Partien Admira gegen Rapid und Pasching gegen Mattersburg mussten wegen Unbespielbarkeit des Platzes ebenso abgesagt werden, wie das Sonntags-Match Austria gegen GAK. Pasching-Trainer Georg Zellhofer brachte die Situation auf den Punkt: "Wer Mitte Februar in Österreich glaubt, dass unter diesen Bedingungen gespielt werden kann, der hat keine Ahnung."
(apa/red)
