Dienstag, 15. Februar 2005

Nach Gold soll jetzt Kristall her: Benni will Bode auch im Weltcup die Suppe versalzen!

  • Herren-Abfahrt in Garmisch läutet Weltcup-Endspurt ein
  • Starker Schneefall: Mittwoch-Training wurde abgesagt!

Nach dem Ende der Ski-WM in Bormio wird diese Woche der alpine Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Interesses steht in Deutschland das Duell um den Gesamt-Weltcup zwischen Leader Bode Miller (1.093 Punkte) und Benjamin Raich (998), aber auch Abfahrts-Weltcup-Leader Michael Walchhofer fiebert dem Speed-Wochenende ganz besonders entgegen. Das für Mittwoch geplante erste Abfahrts-Training musste wegen starken Schneefalls abgesagt werden.

Walchhofer und sein ÖSV-Teamkollege und WM-Superstar Raich haben keine allzu guten Erinnerungen an Garmisch. "Mit Garmisch habe ich noch eine Rechnung offen", so Raich, der am 1. Februar 2004 bei einem schweren Sturz im Garmisch-Super-G eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma erlitten hatte.

Im aktuellen Gesamt-Weltcup trennen Raich elf Bewerbe vor Schluss nur noch 95 Punkte von Miller. "Die Saison ist noch lange. Es wird sicher spannend, aber auch sehr schwierig", so Raich, der selbst Hermann Maier und Walchhofer im Kampf um die große Kugel noch Chancen gibt. "Auch die beiden können noch ein Wörtchen mitreden."

Walchhofers bisherige Garmisch-Erfahrungen könnten kaum ernüchternder sein. Bei fünf Starts (drei Abfahrten, zwei Super G) kam der Salzburger nur ein Mal ins Ziel und da belegte er in der Abfahrt am 31. Jänner 2004 nur Rang 16. Ansonsten gab es nur Stürze und Ausfälle - vor allem in der berühmt-berüchtigten FIS-Schneise.

Kitz-Abfahrt wird nachgeholt
Diesmal haben Walchhofer und Co. gleich drei Anläufe: am Freitag (Ersatz für Kitzbühel) und Samstag stehen Abfahrten, am Sonntag ein Super G auf dem Programm. "Wenn es mich noch einmal rausschmeißt, dann sollte man die FIS-Schneise in Walchhofer-Schneise umtaufen", nimmt es Walchhofer (noch) mit Humor.

Diesmal ist Walchhofer - mit einem neuen, "noch schnittigeren" Abfahrtshelm - fest entschlossen nach Deutschland aufgebrochen: "Kein Frage, Garmisch ist einer meiner Saisonhöhepunkte." Das Motto des dreifachen Medaillengewinners von Bormio (zwei Mal Silber, ein Mal Bronze) lautet: "Einmal ordentlich durchkommen und dann gewinnen - das wäre schön."

Die Tage zu Hause in Zauchensee hat Walchhofer ganz besonders genossen. "Ich habe mich bewusst zurückgezogen. Es war richtig erholsam", so der 29-Jährige, der auch die traumhaften Schneebedingungen in seiner Heimat ausgenutzt hat.

Die Bilanz von Michael Walchhofer in Garmisch:

  • Abfahrt, 22.2.2003: Ausgeschieden
  • Super G, 24.2.2003: Ausgeschieden
  • Abfahrt, 30.1.2004: Ausgeschieden
  • Abfahrt, 31.1.2004: Platz 16
  • Super G, 1.2.2004: Ausgeschieden

    (apa/red)

    15.2.2005 16:19