Projekt Klagenfurt: Die Angebotsfrist für den Bau des EM-Stadions ist abgelaufen
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Sechs Bieter wollen das rund 60 Millionen Euro teure Fußball-EM-Stadion in Klagenfurt bauen. Wer von ihnen den Zuschlag erhält, soll im März bekannt gegeben werden. Am Dienstag wurden die letzten und endgültigen Angebote der Baufirmen geöffnet. Unter strengster Geheimhaltung, vorerst erhalten nicht einmal die elf Mitglieder der Vergabekommission Auskünfte.
Ein Notar und ein Rechtsanwalt der Stadt Klagenfurt als Bauherr bekamen als Einzige die Angebote zu Gesicht. Diese sollen, wie die "Kleine Zeitung" in ihrer Dienstag-Ausgabe berichtet, nun vom Beratungsunternehmen Van Melle & Partner durchleuchtet werden. Wie Kommissions-Vorsitzender Peter Gattermann erklärte, würden die Projekte auf ihre technische und wirtschaftliche Tauglichkeit überprüft. Eine schriftliche Bewertung jedes einzelnen Angebotes soll den Jurymitgliedern als Grundlage für die Vergabe-Entscheidung dienen.
Diese fällt Anfang März in Klagenfurt. Am 6. März trifft die Vergabekommission in der Landeshauptstadt ein, in "zwei oder drei Tagen" soll, so Gattermann, dann der Bestbieter ermittelt werden. Er hofft trotz aller Turbulenzen in der jüngeren Vergangenheit auf einen einstimmigen Beschluss. Dieser war von den Gutachtern Michael Holoubek und Josef Aicher als wichtigste Voraussetzung dafür bezeichnet worden, Klagen unterlegener Bieter gegen die Entscheidung zu vermeiden.
Das Vorgehen hinsichtlich strikter Geheimhaltung über die bis zuletzt eingereichten Angebote zum Bau des EM-Stadions wurde vom Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher (V) gewählt. Dieser wandte sich diesbezüglich in einem gemeinsamen Brief mit SPÖ-Vizebürgermeister Ewald Wiedenbauer an den Vorsitzenden der Vergabekommission, Peter Gattermann.
Diese Vorgangsweise wurde am Dienstag von einem Kommissionsmitglied kritisiert. Ursprünglich hätten nämlich sowohl die elf Kommissionsmitglieder als auch die Vorprüfer bei der Eröffnung der sechs Angebote dabei sein sollen, um sich rechtzeitig ein Bild machen zu können. Jetzt sei es aber so, dass "nur die Stadt Einblick in die Angebotspalette haben wird", da neben einem Notar lediglich ein Anwalt der Stadt bei der Öffnung der Angebote anwesend gewesen sei, hieß es gegenüber der APA. (apa)
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