Freitag, 18. Februar 2005

Nach der Absage des UEFA-Cup-Matches: Happel-Stadion bekommt Rasenheizung!

  • Kosten von 300.000 Euro wird die Stadt Wien tragen
  • 2007 müsse Rasen ohnehin für EM erneuert werden

Das Wiener Ernst Happel-Stadion bekommt 2007 eine Rasenheizung. Mit der Installierung wolle man ein Schnee-"Desaster" wie am Mittwoch vor dem abgesagten UEFA-Cup-Spieles zwischen FK Austria Magna und Athletic Bilbao verhindern, sagte Vize- Bürgermeisterin Laska an. Die Kosten von 300.000 Euro wird die Stadt tragen.

2007 müsse der Rasen in der Parter-Arena ohnedies für die ein Jahr später stattfindende Fußball-EM-Endrunde erneuert werden, so Laska. In weiterer Folge könne das Stadion dann von den beiden großen Stadtrivalen Austria und Rapid sowie natürlich auch für Länderspiele während der Winterzeit genutzt werden.

ÖVP freut sich nicht über Heizung
In der Wiener ÖVP herrscht offensichtlich Uneinigkeit zwischen Fußballfans und "Sportmuffeln", wie der angekündigte Einbau einer Rasenheizung zu bewerten ist. Am Donnerstag hatte Sozialsprecherin Ingrid Korosc (V) die Aussagen von Sportstadträtin Grete Laska (S) noch als "verfrühten Aprilscherz" bezeichnet. Am Freitag freute sich hingegen Sportsprecher Walter Strobl (V) in seiner Aussendung darüber, dass die ÖVP-Forderung nach einer Rasenheizung erfüllt wurde.

Korosec hatte den Plan, "das Gras im Prater-Stadion beheizen zu lassen" am Vortag als Luxusinvestition gegeißelt. Für den einmaligen Heizkostenzuschuss an Bedürftige in Höhe von 50 Euro habe man monatelang gerungen. Die Investition in diese "vermutlich sündteure Anlage" sei überhastet ins Auge gefasst worden.

Erfreut "über die rasche Reaktion" von Stadträtin Laska gab sich hingegen Strobl. Nach der Wetter bedingten Absage des UEFA-Cup-Spieles zwischen der Austria und Athletic Bilbao, "haben wir sofort an die SPÖ-Stadtregierung appelliert, eine Rasenheizung einzubauen", unterstrich der Sportsprecher.
(apa/red)

18.2.2005 15:02