Der Terror im Irak nimmt kein Ende: Auch am Samstag wieder zahlreiche-Anschläge
- Bagdad: Selbstmordattentat auf eine Trauergemeinde
- Angriff auf US-Konvoi: Fünf tote Zivilisten im Süd-Irak
·Bombenanschläge erschüttern Bagdad
Mindestens 34 Tote und ebensoviele Verletzte!
·Schiiten im Irak feiern Ashura-Fest!
Blutiges Fest im Gedenken
an den Propheten-Enkel
·Rom: 200.000 für Journalistin Sgrena
Demonstranten forderten Freilassung der Reporterin
Aus Kerbala, wo das traditionelle Ashura-Fest stattfindet, wurden bis zum Nachmittag keine Zwischenfälle gemeldet. In anderen Städten kamen erneut Menschen bei Anschlägen ums Leben. In Bagdad starben bei einem Selbstmordanschlag bei der Trauerfeier einer sunnitischen Familie vier Menschen. Der Attentäter zündete den Sprengsatz in einem Zelt, das die Familie zum Empfang der Trauergäste errichtet hatte, wie Überlebende berichteten. Nach unterschiedlichen Angaben wurden zwischen zehn und 37 Menschen verletzt. Der Anschlag ereignete sich gegenüber einer sunnitischen Moschee.
Die Zahl der bei der Explosion eines Busses in Bagdad am Samstag getöteten Menschen hat sich nach Polizeiangaben auf 17 erhöht. 41 Menschen wurden demnach verletzt. Augenzeugen und Vertreter der US-Armee sagten, ein Mann in einer mit Sprengstoff gefüllten Weste sei in den Bus in einem Schiitenviertel der Hauptstadt gestiegen und habe sich dann selbst in die Luft gesprengt.
Die Polizei hatte zunächst von vier Toten und 22 Verletzten gesprochen. Der Anschlag ereignete sich während der Ashura-Feiern, dem wichtigsten Fest im religiösen Kalender der Schiiten.
Bakuba: Autobombe tötet zwei Menschen
Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe riss ein Attentäter in der Stadt Bakuba (Baquba) einen Soldaten und einen Zivilisten mit in den Tod. In einer Internetbotschaft bekannte sich die al-Qaeda-Gruppe des Extremistenführers Abu Musab al-Zarqawi zu der Tat, die sich gegen eine Stellung der Nationalgarde gerichtet habe.
Südlich von Bagdad starben am Samstag bei einer Schießerei nach Polizeiangaben fünf Zivilisten, neun weitere wurden verwundet. Bewaffnete hätten einen US-Konvoi auf der Straße zwischen Iskandariya und Haswa angegriffen, wobei die Zivilisten ins Kreuzfeuer geraten seien, hieß es. Erst am Freitagabend hatte sich ein Selbstmordattentäter vor einer Moschee in Iskandariya in die Luft gesprengt und neun Schiiten mit in den Tod gerissen.(apa/red)
