Wieder Seebeben vor Indonesien: Panik aus Angst vor Tsunami, aber keine Opfer!
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Ein starkes Erdbeben hat am Samstag in der indonesischen Region Sulawesi eine Panik ausgelöst und viele Küstenbewohner aus Angst vor einer neuen Flutkatastrophe auf höher gelegene Plätze fliehen lassen. Das unter dem Meer rund 70 Kilometer südwestlich der Insel Buton registrierte Beben hatte nach Angaben der Agentur für Meteorologie und Geophysik in Jakarta eine Stärke von 6,9 auf der Richterskala.
Es sei damit stark genug gewesen, um einen Tsunami (Flutwelle) auszulösen und erhebliche Schäden zu verursachen. Es gebe jedoch keine Berichte über größere Wellen oder Opfer unter der betroffenen Bevölkerung, sagte ein Vertreter der Agentur.
"Die Erdstöße waren auf Buton zu spüren, und das Wasser rund um die Insel stieg um drei bis vier Meter, aber wir wissen nicht, ob es Teile der Insel überflutete", hieß es laut den indonesischen Geophysikern.
Keine Österreicher betroffen
Ein Sprecher des Außenministeriums in Wien erklärte Samstag Nachmittag, dass nach den bisherigen Meldungen aus den österreichischen Botschaften der Region keine Österreicher betroffen gewesen seien.
Nach einem indonesischen Radiobericht suchten Frauen und Kinder weinend Zuflucht in einem alten, auf einem Hügel gelegenen Palast. Helfer sagten dem Sender El Shinta, es sei niemand verletzt worden. Nach dem Erdbeben, das sich um 00.00 Uhr MEZ ereignete, seien noch Dutzende kleinere Nachbeben zu spüren gewesen. Nach vorläufigen Erkenntnissen gebe es keine ernsthaften Sachschäden.
Am 26. Dezember hatte ein Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra verheerende Flutwellen ausgelöst, die die Küstenstreifen mehrerer Anrainerstaaten verwüsteten. Es wird befürchtet, dass dabei bis zu 300.000 Menschen ums Leben kamen. Am stärksten betroffen war die indonesische Provinz Aceh, wo auch acht Wochen nach der Katastrophe jeden Tage hunderte neue Leichen entdeckt werden.
(apa/red)
