Samstag, 19. Februar 2005

Blutiges Gedenken an Propheten-Enkel: Schiiten im Irak feiern das Ashura-Fest!

  • Hunderttausende bei den Feierlichkeiten in Kerbala
  • PLUS: Die grausamen Anschläge der letzten Tage

Hunderttausende Schiiten haben trotz neuer Gewalt im Irak den Höhepunkt des Ashura-Fests gefeiert. Dank strengster Sicherheitsvorkehrungen blieb die heilige schiitische Stadt Kerbala, das religiöse Zentrum des höchsten Schiitenfests, von blutigen Anschlägen wie im Vorjahr verschont, bei denen 170 Menschen getötet worden waren.

Nach den verheerenden Anschlägen vom Vorjahr blieben die Grenzen des Irak geschlossen. Die Zahl der Sicherheitskräfte in Kerbala wurden nach Behördenangaben mehr als verdoppelt. Die Angst vor Attentaten hielt die Gläubigen jedoch nicht von der Feier ab. "Der Terrorismus ist viel zu schwach, um uns von Dir fernzuhalten, o Hussein!", hieß es auf Spruchbändern mit Bezug auf den schiitischen Imam Hussein, der im Jahr 680 n. Chr. getötet wurde und in Kerbala begraben liegt. (apa/red)

19.2.2005 19:03