Kidnapping in Ramadi: Zwei indonesische Journalisten offenbar im Irak entführt
- Italienische Journalistin seit 4. Februar verschwunden
- Zwei Söhne von irakischem Polizeichef ermordet
Zwei indonesische Journalisten sind einem Bericht des Fernsehsenders "Al Arabiya" vom Freitag zufolge in der irakischen Stadt Ramadi entführt worden. Der Sender berief sich auf das indonesische Außenministerium. Demnach wurden die beiden Journalisten bereits am Dienstag verschleppt. Deren Fahrer habe die indonesische Regierung über die Entführung informiert. Die zwei arbeiten für einen indonesischen Fernsehsender. Ramadi liegt 110 Kilometer westlich von Bagdad und ist ein Zentrum des Widerstands gegen die US-Truppen.
Im Irak sind wiederholt ausländische Journalisten entführt worden. Seit dem 4. Februar befindet sich die italienische Journalistin Giuliana Sgrena in der Gewalt von Entführern. Die 56-jährige Korrespondentin, die für die italienische Zeitung "Il Manifesto" und die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" arbeitet, wurde in Bagdad verschleppt. Wer hinter Sgrenas Entführung steckt, ist noch unklar. Auf islamischen Web-Sites im Internet sind verschiedene Bekennerschreiben aufgetaucht.
Zwei Söhne von irakischem Polizeichef ermordet
Einen Tag nach ihrer Entführung im Irak sind zwei Söhne des Polizeichefs der Schiiten-Stadt Najaf ermordet aufgefunden worden. Die Leichen wurden nach Polizeiangaben vom Freitag auf einer Farm nahe der Stadt Kerbala gefunden. Unterdessen teilte das US-Militär mit, ein amerikanischer Soldat sei am Donnerstag in Mossul erschossen worden. Weitere Einzelheiten des Zwischenfalls wurden zunächst nicht bekannt gegeben. (apa)
