Neues Papst-Buch sorgt für Aufregung: Parallele zwischen Holocaust & Abtreibung!
- 'Gesetzliche Regelungen zur Abtreibung in Frage stellen'
- Papst: Parlamente überschreiten ihre Machtbefugnisse
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Johannes Paul II. war von
1978 bis 2005 im Amt
Papst Johannes Paul II. hat in allgemeiner Form eine Parallele zwischen dem Holocaust und der Abtreibung gezogen. In seinem neuen Buch schreibt das Oberhaupt der katholischen Kirche, ein rechtmäßig gewähltes Parlament habe die Wahl Adolf Hitlers ermöglicht und ihn mit der Macht ausgestattet, die der Einrichtung von Konzentrationslagern und der so genannten Endlösung den Weg bereitet hätten.
Heutzutage müssten die gesetzlichen Regelungen zur Abtreibung in Frage gestellt werden, fährt der Papst fort. "Parlamente, die solche Gesetze schaffen und verkünden, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihre Machtbefugnisse überschreiten und in einem offenen Konflikt mit dem Gesetz Gottes und dem Gesetz der Natur verharren."
Das Buch ist im Wesentlichen eine Mitschrift von Gesprächen, die Johannes Paul II mit dem befreundeten Philosophen Krzysztof Michalski und dem Geistlichen Jozef Tischner führte. Der Papst warnt die Staaten des früheren Ostblocks darin davor, unkritisch "negative kulturelle Muster" des Westens zu übernehmen. Während seines Kampfes gegen den Kommunismus habe dieser Teil Europas eine spirituelle Reife erreicht, dank derer einige wichtige Werte weniger an Bedeutung verloren hätten als im Westen.
In den persönlichsten Passagen schreibt der gebürtige Pole, wie ihm sein Glaube geholfen habe, die Schmerzen nach dem Attentat von 1983 zu ertragen. Er erinnere sich an die Fahrt ins Krankenhaus. "Ich war für einige Zeit bei Bewusstsein. Aber ich hatte ein Gefühl, dass ich überleben würde. Ich litt, ich hatte Grund, mich zu fürchten, aber ich hatte dieses sonderbare Gefühl von Vertrauen."
Das Buch, dessen deutsche Übersetzung in etwa "Gedächtnis und Identität: Gespräche zwischen Jahrtausenden" lautet, soll in der nächsten Woche in Italien erscheinen.
(apa)
