Dienstag, 15. Februar 2005

Todeswirbelstürme auf Pazifik-Inseln: Die
Menschen rüsten sich gegen die Zyklone

  • Bewohner kaufen Vorräte, Schulen wurden zugesperrt
  • Stürme werden zerstörerischen Seegang auslösen

Bewohner und Touristen mehrerer Pazifik-Inseln haben sich vor heftigen Wirbelsturm in Sicherheit gebracht. Die Situation auf Samoa, Amerikanisch-Samoa und auf den südlichen Cook-Inseln sei sehr gefährlich, warnte das Australisch-Pazifische Zentrum für Informationen über Katastrophen am Dienstag.

Die bereits über die Region ziehenden Wirbelstürme "Olaf" und "Nancy" sollten nach Angaben des Wetterdienstes des Inselstaates Samoa eine Geschwindigkeit von 250 bis 280 Stundenkilometern erreichen und dann in südöstliche Richtung zu den südlichen Cook-Inseln weiterziehen. Auf Samoa deckten sich viele Bewohner mit Vorräten ein. Vor Lebensmittelläden, Banken und Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Die Menschen kauften Taschenlampen, Holz, Trinkwasser und Konserven. Schüler durften zu Hause bleiben. Die Flüge wurden abgesagt.

Die autonomen Cook-Inseln, deren Bewohner die neuseeländische Staatsangehörigkeit haben, zählen zu den beliebtesten Touristenorten der Region. Die meisten Urlauber auf dem malerischen Atoll Aitutake verließen nach Behördenangaben ihre Urlaubsorte. Bewohner von niedrig gelegenen Gegenden auf Aitutake und Rarotonga brachten sich in höher gelegenen Ortschaften in Sicherheit. Der Wetterdienst der Fidschi-Inseln warnte, die beiden Wirbelstürme könnten um Aitutake einen extrem starken, zerstörerischen Seegang auslösen.

Am Montag hatte der Zyklon "Nancy" bereits Stufe vier der fünfstelligen Skala der Wirbelstürme erreicht. Er wurde im Laufe des Dienstag auf Aitutake erwartet. Die Cook-Inseln sollten sich darauf einstellen, dass "Olaf" mit einer ebenso hohen Intensität folgen werde, erklärte das APCEDI. Auf Samoa sagte der Meteorologe Mase Akapo Akapo, "Olaf" könnte der schlimmste Sturm werden, der die Insel je getroffen habe. Er rief die 230.000 Bewohner von Samoa auf, sich darauf einzustellen. Betroffen von den Stürmen dürften auch die Pazifik-Inseln Tokelau, Tuvalu, Niue, Wallis und Futuna sowie südliche Gebiete von Französisch-Polynesien sein.
(apa/red)

15.2.2005 12:12