Fuchsjagd-Verbot in Großbritannien: Es gibt die ersten Festnahmen auf der "Insel"
- Tierschützer nahmen Jäger mit Kameras ins Visier
Einen Tag nach Inkrafttreten des umstrittenen Verbots der traditionellen Fuchsjagd sind in Großbritannien die ersten Gesetzesbrecher festgenommen worden. Die Polizei im südwestenglischen Wiltshire griff in der Morgendämmerung vier Männer auf, die gerade mit vier Hunden und einem Hasenköder auf die Jagd gehen wollten, wie ein Polizeisprecher am Samstagabend sagte. Sie seien auf Kaution freigelassen worden. Die vier Männer hätten jedoch nichts mit den im ganzen Land organisierten Jagd-Gesellschaften zu tun, bei denen Gegner des neuen Gesetzes demonstrativ die alte Tradition aufleben ließen - die Füchse dabei erstmals aber verschonten.
Trotz massiver Proteste der Jagdfreunde war das neue Gesetz am Freitag in Kraft getreten. Es verbietet den jahrhundertealten und vor allem auf dem Land tief verwurzelten Sport ab sofort. In ganz England und Wales beteiligten sich am Samstag tausende Gegner des neuen Verbots an der traditionellen Jagd mit Pferden und Hunden, bei der alles so war wie immer, und nur die Füchse fehlten. Zu ihnen gesellten sich kleinere Gruppen von Tierschützern, um mögliche Verstöße mit Videokameras festzuhalten und sie den Behörden anzuzeigen. Nach den Worten eines ihrer Sprecher wurde das Gesetz jedoch weitgehend respektiert. (apa)
