Dienstag, 15. Februar 2005

Nach der Ermordung von Libanons Ex-Regierungschef: Verdächtiger ist in Haft

  • Libanesische Armee ist weiterhin in Alarmbereitschaft
  • PLUS: Bilder der verheerenden Autobomben-Detonation

Nach der Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri und mindestens neun anderen Menschen ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Angaben der Regierung in Beirut in der Nacht zum Dienstag berichtete, habe der Mann möglicherweise Verbindungen zu Muslim-Extremisten. Einzelheiten zur Person wurden zunächst nicht bekannt.

Die libanesische Armee sei in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, um die Stabilität des Landes aufrecht zu erhalten, meldete der britische Sender BBC unter Berufung auf eine Mitteilung der Streitkräfte.

Bei dem Anschlag nach mehr als einem Jahrzehnt relativer Ruhe wurden in Beirut am Montag etwa 100 Menschen verletzt. Zu der Bluttat bekannte sich eine bisher unbekannte islamistische Gruppe. Unklar war, ob die Gruppe wirklich etwas mit dem Attentat zu tun hatte. In Beirut sei die Wohnung eines Palästinensers durchsucht worden, der sich auf einem von dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera veröffentlichten Video zu der Tat bekannt hatte. Der Mann sei nicht zu Hause gewesen, hieß es in Medienberichten. (apa/red)

15.2.2005 08:29