Feuer-Drama in Teheran: 59 Tote und 200 Verletzte bei Brand in iranischer Moschee
- Defekt eines elektrischen Heizgerätes als Auslöser
Bei einem Brand in einer Moschee in der iranischen Hauptstadt Teheran sind am Montag nach Behördenangaben 59 Menschen getötet und rund 200 weitere verletzt worden. Das Feuer sei durch einen Defekt eines elektrischen Heizgerätes ausgelöst worden, berichtete das staatliche iranische Fernsehen. Rettungshelfer strömten zu der Moschee, die wegen eines schiitischen Festes gut gefüllt war.
Die studentische Nachrichtenagentur Isna berichtete, es sei eine Explosion zu hören gewesen, anschließend hätten Zelte im Innern der Moschee Feuer gefangen. Geschockte Gläubige hätten einander bei dem Versuch, sich vor den Flammen zu retten, niedergetrampelt. Einige hätten die Fenster der Moschee zertrümmert.
Viele Menschen strömten zu der Moschee, um nach Angehörigen zu suchen. "Ich bin gekommen, um nach meiner Tochter zu sehen, aber ich fürchte, sie ist tot", sagte eine Frau. Schiitische Moslems gedenken in diesen Tagen dem schiitischen Märtyrer Hossein, der im siebenten Jahrhundert auf einem Schlachtfeld in der irakischen Stadt Kerbala getötet wurde. (apa)
