Montag, 14. Februar 2005

Unwetter in Kolumbien: Tote & Vermisste
durch Erdrutsche und Überschwemmungen

  • Provinz Santander: 25.000 Menschen obdachlos

Bei Erdrutschen und Überschwemmungen in Folge heftiger Regenfälle sind in der Provinz Santander im Nordosten Kolumbiens mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 würden vermisst, sagte ein Sprecher der an Venezuela grenzenden Provinz am Montag. Etwa 25.000 Menschen seien obdachlos. Sie würden mit Lebensmitteln, Medikamenten und Plastikplanen als Regenschutz versorgt.

In der Provinzhauptstadt Bucaramanga war am Samstag der Fluss Oro über die Ufer getreten und hatte zahlreiche aus Holz und Wellblech errichtete Hütten in einem Elendsviertel fortgeschwemmt. Für Santander war bereits am vergangenen Mittwoch kurz nach Beginn der Regenfälle der Notstand ausgerufen worden. Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Angehörige armer Bevölkerungsschichten, die ihre Häuser und Hütten meist nur an gefährdeten Hängen und nahe an Flüssen bauen können.

In den nächsten Tagen soll sich das Wetter bessern. Die schlimmsten Unwetter seien vorüber, sagte ein Sprecher des Meteorologischen Dienstes. In weiten Teilen des Landes habe es am Montag bereits nicht mehr geregnet. (apa)

14.2.2005 19:38