Bombenanschläge auf den Philippinen: Extremisten töten mindesten elf Menschen
- 93 Verletzte bei den Attentaten in Manila & auf Mindanao
Moslemextremisten haben am Montag auf den Philippinen eine Serie von Bombenanschlägen verübt und dabei mindestens elf Menschen getötet. Mindestens 93 weitere Menschen wurden bei den drei Anschlägen in der Hauptstadt Manila und auf der südlichen Insel Mindanao nach Angaben der Regierung und der Polizei verletzt. Die radikalislamische Gruppe Abu Sayyaf bekannte sich und drohte mit weiteren Attentaten.
In der Hauptstadt Manila starben laut Polizei mindestens drei Menschen, als ein Sprengsatz während der Rushhour in einem Bus im Finanzviertel Makati explodierte. Weitere 60 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Durch die Explosion seien noch zwei weitere Busse in Flammen aufgegangen. Rettungskräfte brachten die Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser.
Bei einem Anschlag auf eine Busgarage in der Stadt Davao auf der südlichen Insel Mindanao wurden fünf Menschen getötet, wie die Sozialministerin Corazon Soliman mitteilte. Drei weitere Menschen kamen nach Angaben Solimans ums Leben, als eine Autobombe vor einem Einkaufszentrum in der Stadt General Santos auf Mindanao explodierte. Beide Anschläge seien nahezu zeitgleich verübt worden, sagte die Ministerin dem Radiosender DZBB. Präsidentensprecher Ignacio Bunye sprach von "verabscheuungswürdigen Taten".
Zu allen drei Anschlägen bekannte sich ein Sprecher der von den USA als "Terrororganisation" eingestuften Gruppe Abu Sayyaf. Die Anschläge seien eine Antwort auf die "Grausamkeiten", welche die philippinische Regierung "überall" gegen Moslems begehe. (apa)
