Sonntag, 20. Februar 2005

"profil": Alexander Van der Bellen stellt Bedingungen für Schwarz-Grün

  • Gesamtschul-Einführung als Koalitionsvoraussetzung
  • Abhörung: Haider-Vorwürfe für Van der Bellen "amüsant"

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" grenzt sich Grünen-Chef Alexander Van der Bellen scharf von der ÖVP ab: "Eine Koalition kann es mit uns nur dann geben, wenn der grüne Kurswechsel unterstützt wird." Absoluten Vorrang habe die Budgetpolitik. "Die muss klar zugunsten der Bildungs- und Forschungspolitik ausgerichtet werden", so Van der Bellen.

Die ÖVP mache derzeit das Gegenteil. Den Kurs der Budgetkonsolidierung würden die Grünen weiterführen. "Budgetdisziplin ist etwas Wichtiges", so Van der Bellen. Eine weitere Koalitionsbedingung wäre die Einführung einer Gesamtschule.

Aber auch mit der SPÖ gebe es derzeit Differenzen, so der Bundessprecher der Grünen: "Wir wollen den Übergang zu einer Berufsarmee. Aber will die SPÖ das auch?" Ein weiteres Problem für Rot-Grün: Die SPÖ könnte auf die "schwarz-blauen Umfärbungen" bloß "rote Recolorierungen" folgen lassen.

Abhörung: Haider-Vorwürfe für Van der Bellen "amüsant"
Dass Jörg Haider im Zuge des Vergabeverfahrens um das Kärntner EM-Stadion abgehört wurde, glaubt Van der Bellen nicht: "Das ist schon amüsant: Die FPÖ war immer die Partei, die unsere Bedenken gegenüber bürgerrechtlich heiklen Methoden, einfach vom Tisch gewischt hat. Und jetzt schreien sie plötzlich auf?"

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen "profil"!

20.2.2005 10:53