Neuer Vorschlag zur Schulreform: Fort- bildungspass für Lehrer vor Einführung
- Bei Bewerbungen "Bonuspunkte für die Qualifikation"
·VP: 'Theaterdonner' um das Schulgeld
Bildungssprecher Amon gegen Regierungspläne
·Kritik an Gehrers Pädak-Reformplänen
SP sieht Trennung Kirche - Staat durch Pläne verletzt
·Gusenbauer strikt gegen ein Schulgeld
SPÖ misstrauisch: "ÖVP führt etwas im Schilde"
Im Zuge der Diskussion um eine Schulreform hat das Bildungsministerium nun einen "Fortbildungspass" für Lehrer angekündigt. In dieses Papier sollen alle Fortbildungsveranstaltungen und Seminare eingetragen werden, die ein Lehrer absolviert hat, kündigte der Leiter der Sektion "Personal- und Schulmanagement" im Ministerium, Wolfgang Stelzmüller, am Dienstag im ORF-"Mittagsjournal" an. Ein solches Dokument könnte dann etwa für Bewerbungen für Leitungsfunktionen schlagend werden und dort "Bonuspunkte für die Qualifikation" bringen, so Stelzmüller.
Der Vorteil eines solchen Fortbildungspasses, der bereits ab dem kommenden Schuljahr eingeführt werden soll, wäre für den Dienstgeber, dass er sich ein genaueres Bild von dem Lehrer machen könne. Die Pädagogen hätten den Vorteil, "dass sie Feedback erhalten und wissen, wo sie stehen".
In der Diskussion um verpflichtende Fortbildung für Lehrer verwies Stelzmüller auf die bereits bestehende Verpflichtung im Ausmaß von 15 Stunden für Pflichtschullehrer. Und auch bei den Bundeslehrern (z.B. AHS-Lehrer) sei Weiterbildung im Gesetz vorgesehen, "es wird aber nicht kontrolliert". Die Frage sei aber, ob es "effizient ist, wenn ich Lehrer verpflichte, dort hinzugehen, und sie lassen das dann über sich ergehen", so der Sektionschef. (apa/red)
