Donnerstag, 17. Februar 2005

Bundespräsident Heinz Fischer in Indien:
Zukünftige Kooperationen als Top-Thema

  • Wichtiger Schritt für die österreichische Wirtschaft
  • PLUS: Die BILDER des siebentägigen Staatsbesuches

Bundespräsident Fischer ist am Mittwochabend zu einem siebentägigen Staatsbesuch in Indien eingetroffen. Er freue sich, dass er von einer vielfältig zusammengesetzten Delegation begleitet werde, so Fischer in Neu Delhi, wo er am Donnerstag von Staatspräsident A.P.J. Abdul Kalam offiziell begrüßt wird. Der Ausbau wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Kooperation dominiert die Visite, so Fischer.

Wichtig sei, dass dem Staatsbesuch auch ein Follow-up folge, betonte Fischer. Der Bundespräsident wird von Wirtschaftsminister Bartenstein, Wirtschaftskammerpräsident Leitl, einer Wirtschaftsdelegation, mehreren Universitätsrektoren und zwei Landeshauptleuten begleitet. Die Bundesregierung habe ihm das Interesse signalisiert, einen Anstoß zu einem wissenschaftlich- technologischen Abkommen zu geben, sagte Fischer. Bartenstein dankte dem Bundespräsidenten, als "Türöffner" für die österreichische Wirtschaft zu fungieren. Vorgespräche vor dem Staatsbesuch hätten bestätigt, dass in den Beziehungen mit Indien "eine neue Dynamik entsteht".

Möglichkeiten für den Tourismus
Die Landeshauptleute van Staa und Burgstaller verwiesen auf die Chancen, die sich auch für die Bundesländer ergeben. Van Staa sieht im Tourismus steigende Möglichkeiten und unterstrich das Interesse der Universität Innsbruck für wissenschaftliche Kooperationen. Burgstaller verwies auf die Präsenz Salzburger Firmen in der Wirtschaftsdelegation.

Für Österreichs Botschafterin in Indien, Jutta Stefan-Bastl, kommt der österreichische Staatsbesuch "zur richtigen Zeit". Indien gelte als aufstrebende Wirtschaftsmacht, und privates Business habe in dem südasiatischen Großstaat Tradition. Im Zuge der strategischen Partnerschaft zwischen Indien und der EU sei auch ein Erasmus- Programm von einem 30-Millionen-Euro-Volumen geplant, so die Diplomatin.

Fischer nimmt in Indien politische Gespräche auf
Heute beginnt für Bundespräsident Heinz Fischer das offizielle Programm seiner sechstägigen Staatsvisite in Indien. wurde von Präsident A.P.J. Abdul Kalam und Premierminister Manmohan Singh mit militärischen Ehren begrüßt.

Zentrale Gesppräche
Zentrale Programmpunkte sind Arbeitsgespräche mit Regierungschef Singh und Verteidigungsminister Pranap Mukherjee. Der frühere Finanzminister und angesehene Wirtschaftswissenschafter Singh gilt als Architekt der indischen Wirtschaftsreform der 90er Jahre, die er an der Regierungsspitze fortführt, seit die Kongresspartei im Vorjahr an die Macht zurückkehrte.

Fischer trifft auch mit Oppositionsführer L.K. Advani, dem Chef der Hindu-Partei B.J.P., zusammen. Am Nachmittag findet ein österreichisch-indisches Wirtschaftsforum statt. Den Besuchstag beschließt ein Staatsbankett, das Präsident Kalam für den Bundespräsidenten gibt.

(apa/red)

17.2.2005 10:47