Mittwoch, 16. Februar 2005

Slowenien macht Rückzieher: Doch kein Atomlager an der Kärntner Grenze geplant!

  • Bergwerksobjekte wie Petzenstollen wenig geeignet
  • Katastrophale Auswirkungen auf Trinkwasser verhindert

An der Grenze zwischen Kärnten und Slowenien soll kein Atommüll-Lager entstehen. Dies teilte die slowenische Agentur für radioaktive Abfälle in Laibach mit. Die Gemeinde Crna sei schon am 6. Jänner aus dem Verfahren ausgeschieden worden, nachdem der Gemeinderat im Dezember den Plan für ein Atomlager im Stollensystem des Bergmassivs Petzen abgelehnt habe. Abgesehen davon seien Bergwerksobjekte für Atomlager weniger geeignet, weil sie wegen ihrer Struktur wesentlich stärkere Sicherheitsvorkehrungen erfordern würden.

Die Überlegungen für ein Atommülllager auf der slowenischen Seite der Petzen hatten in Kärnten für Aufregung gesorgt. Die Landesregierung verabschiedete am Dienstag einstimmig eine Resolution gegen die Pläne. Darin wurde die Bundesregierung aufgefordert, auf Laibach einzuwirken, dass entlang der Grenze zu Österreich kein Atommülllager errichtet wird.

Umweltlandesrat Reinhart Rohr (S) hatte vor "katastrophalen Auswirkungen" des Lagers auf die riesigen Trinkwasservorkommen im Berg gewarnt. Außerdem seien Karststöcke wie die Petzen "technisch nicht dicht" und es sich daher um ein geologisch höchst sensibles Gebiet handle.

(apa/red)

16.2.2005 17:18