Suche nach Kooperationen: Präsident Fischer startet Staatsbesuch in Indien
- Großes wirtschaftliches Potenzial im Visier
Bundespräsident Heinz Fischer ist Mittwochabend zu einem siebentägigen Staatsbesuch in Indien eingetroffen. Er freue sich, dass er von einer vielfältig zusammengesetzten Delegation begleitet werde, sagte Fischer nach seiner Ankunft in Neu Delhi, wo er Donnerstag vom Staatspräsidenten A.P.J. Abdul Kalam offiziell begrüßt wird. Der Ausbau der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kooperation dominiert die Visite. Wichtig sei, dass dem Staatsbesuch auch ein Follow-up folge, betonte Fischer.
Der Bundespräsident wird von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, einer großen Wirtschaftsdelegation, mehreren Universitätsrektoren und zwei Landeshauptleuten begleitet. Die Bundesregierung habe ihm das Interesse signalisiert, einen Anstoß zu einem wissenschaftlich-technologischen Abkommen zu geben, sagte Fischer. Bartenstein dankte dem Bundespräsidenten, als "Türöffner" für die österreichische Wirtschaft zu fungieren. Die Vorgespräche vor dem Staatsbesuch hätten bestätigt, dass in den Beziehungen mit Indien "eine neue Dynamik entsteht".
Die beiden Landeshauptleute, Herwig van Staa (Tirol), und Gabi Burgstaller (Salzburg), verwiesen auf die Chancen, die sich auch für die Bundesländer ergeben. Van Staa sieht im Tourismus steigende Möglichkeiten und unterstrich das Interesse der Universität Innsbruck für wissenschaftliche Kooperationen. Burgstaller verwies auf die Präsenz Salzburger Firmen in der Wirtschaftsdelegation.
Für Österreichs Botschafterin in Indien, Jutta Stefan-Bastl, kommt der österreichische Staatsbesuch "zur richtigen Zeit". Indien gelte als aufstrebende Wirtschaftsmacht, und privates Business habe in dem südasiatischen Großstaat Tradition. Im Zuge der strategischen Partnerschaft zwischen Indien und der EU sei auch ein Erasmus-Programm von einem 30-Millionen-Euro-Volumen geplant, sagte die Diplomatin.
(apa/red)
