Montag, 14. Februar 2005

Bei weniger als 20 Absolventen pro Jahr: Universität Innsbruck will Studien streichen

  • Rektor wünscht sich stattdessen "breite" Bakkalaureate

Im Rahmen der Entwicklungsplanung setzt die Innsbrucker Universität auf radikale Kürzung des Studienangebotes. Studienrichtungen, die nicht wenigstens 20 Absolventen pro Jahr über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg aufweisen, sollen in dieser Form in Zukunft nicht mehr existieren.

Stattdessen wünscht sich nach einem Bericht des "Standard" Rektor Manfred Gantner "breite" Bakkalaureate, die mehrere Fächer zusammenfassen. "Wir müssen etwas daran ändern, dass wir über 70 Studienrichtungen haben", so Gantner. "Nicht jedes Fach muss eine eigene Studienrichtung sein."

Die vorgegebene Absolventenzahl hätten vor allem bei den geisteswissenschaftlichen und sprachwissenschaftlichen Studien nur die wenigsten. Gerade mal Germanistik, Dolmetsch und Anglistik können im Sprachbereich eine entsprechende Studierendenzahl vorweisen, die romanischen und slawischen Sprachen werden nicht oft genug inskribiert. Die Geisteswissenschaften sind ähnlich betroffen: Nur Geschichte und Kunstgeschichte erfüllen die strengen Kriterien. (apa)

14.2.2005 21:15