Montag, 14. Februar 2005

1. Grippetoter in Österreich: 51-Jähriger starb in Graz an Herz-Lungen-Versagen

  • Abwehrkräfte brachen durch Infektion total zusammen
  • Mediziner: Influenzavirus heuer wesentlich gefährlicher

In der Steiermark ist in diesem Jahr ein erstes Todesopfer zu beklagen, das in Zusammenhang mit einer Grippe-Erkrankung steht. Ein 51-jähriger Mann starb kurz nach seiner Einlieferung ins LKH Graz an Herz-Lungen-Versagen, weil seine Abwehrkräfte durch eine Infektion stark geschwächt waren.

Der Grazer war nach einem Bericht des ORF Steiermark zunächst wegen Lungenversagens und Blutungen im LKH West behandelt und war dann wegen der Verschlechterung seines Zustandes auf die Chirurgie-Intensivstation des LKH Graz verlegt worden. Doch die Abwehrkräfte waren in Folge der Grippe innerhalb eines Tages völlig zusammen gebrochen, so dass jede Hilfe zu spät kam. "Schwierig war, dass Herz und Lunge durch den Infekt an den Grenzen der Leistungsfähigkeit waren und die Gifte der Bakterien die Gefäße gelähmt haben", erklärte die Thoraxchirurgin Freyja Maria Smolle-Jüttner.

Im Hygieneinstitut konnte das Virus schließlich in Blutproben nachgewiesen werden. Institutsleiter Egon Marth rechnet damit, dass das Influenzavirus heuer wesentlich gefährlicher ist als in den vergangenen Jahren. Schulmediziner raten deshalb, sich rasch impfen zu lassen - allerdings nur, wenn man gesund und fieberfrei ist. (apa)

14.2.2005 19:06