Dienstag, 8. Februar 2005

Ein frostiger Stress für die Pannenhelfer: Dieselkraftstoff gefroren und Batterien tot

  • Drei Mal so viele Einsätze als wie an normalen Tagen
  • PLUS: Wo es zur Zeit die meisten Pannen-Einsätze gibt

Altersschwache Batterien oder eingefrorener Dieselkraftstoff machten in Österreich Anfang der Woche Startversuche bei klirrender Kälte zu einem hoffnungslosen Unterfangen. Die Telefonleitungen unter der ÖAMTC-Nothilfe-Nummer 120 glühten jedenfalls.

"Wir hatten österreichweit beinahe drei Mal so viele Einsätze als sonst. Das war ein klassischer Eisstoß", sagt Thomas Strobl aus der Einsatzzentrale des ÖAMTC. Bei Temperaturen bis zu minus 25 Grad leisteten die "Gelben Engel" im gesamten Land 5.488 Mal Pannenhilfe. An einem Durchschnittstag sind es beim ÖAMTC 1.914 Einsätze.

Pannen-Flut in der Steiermark
So waren zum Beispiel in der Steiermark die Spezialisten im Dauereinsatz: "Wir hatten gestern an die 1.200 Pannenhilfen, das ist das Vierfache eines normalen Tages", sagt Gerhard Stoppel von der ÖAMTC-Pannenhilfe in Graz. Nicht nur im Mürztal und im unteren Murtal war der Einsatzstress groß, sondern vor allem auch im Großraum Graz: "Bis Mittag war es besonders arg. Wir hatten an die 150 Pannen pro Stunde", berichtet Stoppel.

Autos saßen fest
Viele Probleme hätten sich die Autofahrer mit ein paar Vorkehrungen allerdings ersparen können: Häufig sind Autolenker aus Parklücken nicht mehr rausgekommen. "Sie haben das Auto vom Schnee der Vorwoche nicht befreit. Der frische Schnee wäre locker gewesen, die Kälte hat die Autos unter der Schneedecke aber jetzt regelrecht festgefroren", so Stoppel.

"Väterchen Frust
Auch im Osten Österreichs schlug "Väterchen Frost" erbarmungslos zu und mutierte solcherart zu "Väterchen Frust'": 2.180 Einsätze gab es am Montag in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Allein von 08.00 bis 09.00 Uhr wurden 263 Pannenhilfen geleistet. Am ärgsten betroffen waren das südliche Burgenland und das südliche Niederösterreich. "Heute hat sich die Lage etwas beruhigt", bestätigt Gerhard Samek von der ÖAMTC-Pannenhilfe Wien. "Es ist aber noch immer sehr viel zu tun."(apa/red)

8.2.2005 11:23