Montag, 7. Februar 2005

Krise nach Terrorattacken überwunden: Europäische Airlines schreiben wieder Plus

  • 2004 stiegen die Passagierzahlen um fünf Prozent
  • Mehr Flug-Verbindungen von Europa nach Fernost

Die europäischen Airlines haben allen Grund zum Jubeln: die Krise seit 9/11 scheint endgültig überwunden zu sein. Das Wachstum bei den Passagierkilometern stieg 2004 um neun Prozent, die Passagierzahlen um immerhin 4,8 Prozent. Insgesamt konnte die Association of European Airlines AEA mehr als 307 Mio. Passagiere zählen, rund 209 Mio. waren auf internationalen Routen unterwegs.

Die Passagierzahlen haben damit erstmals wieder jene Werte erreicht, die auf dem Niveau vor dem 9/11 lagen. Die großen Bremser der vergangenen Jahre waren neben dem Terroranschlag in New York auch die SARS-Epidemie und der Krieg im Irak.

Mehr Verbindungen nach Fernost
Grund für das Wachstum war vor allem der Anstieg auf den Verbindungen von Europa nach Fernost. Genau jene Destinationen wurden von SARS am schwersten getroffen. Die AEA meldete einen Anstieg nach Fernost von 19,2 Prozent. Zu den großen Gewinnern zählten auch Destinationen in Nordafrika und im Nahen Osten. Dort betrug das Wachstum 15 Prozent. Auch die Verbindungen nach Nordamerika stiegen um 7,2 Prozent. Am schwächsten, nämlich mit nur 5,7 Prozent Wachstum, hat der innereuropäische Markt abgeschnitten.

Kleine Profite
Nach Angaben der AEA ist 2004 das erste Jahr seit 1998, in dem die europäischen Airlines zumindest kleine Profite schreiben. Geschätzte 900 Mio. Dollar werden diese betragen. Hohe Treibstoffpreise haben das Wachstum etwas gedämpft. (pte)

7.2.2005 14:16