Donnerstag, 10. Februar 2005

Tabak-Gesetze beeinflussen Reiseziele:
Anti-Raucher-Zonen sind heiß begehrt

  • Sieben Prozent wünschen im Urlaub keinen Qualm
  • Vor allem Jugendliche sind für strengere Gesetze

Italien hat sich kürzlich eines der strengsten Anti-Raucher-Gesetze Europas verordnet, in Irland sind Pubs schon seit vergangenem Frühjahr qualmfrei. Solche Maßnahmen haben nicht nur - positive - Folgen für die Gesundheit, sondern wirken sich auch auf Urlaubspäne aus:

Einer Umfrage des Focus-Instituts zufolge planen 80 Prozent der Österreicher heuer eine Reise. Wo es hingehen soll, machen knapp elf Prozent der Befragten auch von den geltenden Raucher-Gesetzen abhängig.

Anti-Raucher-Gesetze erwünscht
Vier Prozent der Umfrageteilnehmer wollen nicht in ein Land reisen, dass dem blauen Dunst weitgehend abgeschworen hat. Immerhin sieben Prozent wollen hingegen genau wegen eines strengen Anti-Tabak-Gesetzes dorthin. Die große Mehrheit allerdings - 69 Prozent - lassen die Rauch-Vorschriften zumindest bei der Urlaubsplanung völlig kalt. Weitere 14 Prozent der Befragten planen gar keinen Urlaub, sechs Prozent machten dazu keine Angaben.

Raucher sehen das anders
Einfluss auf die Wahl des Urlaubsorts haben Anti-Qualm-Gesetze naturgemäß bei den Qualmern selbst: 13 Prozent der Raucher unter den 499 Befragten (insgesamt 28,5 Prozent) gaben an, in Ländern, wo Rauchen fast überall verboten ist, nicht Ferien machen zu wollen.

Jugend für strengere Gesetze
Die jüngeren Österreicher sehen strengere Raucher-Gesetze positiver: Je jünger die Befragten, desto eher wollten sie gerade wegen solcher Regelungen in bestimmten Ländern urlauben. (apa)

10.2.2005 10:51