Donnerstag, 10. Februar 2005

Duft junger Frauen verführt Männer: Effekt ist nach Wechsel künstlich erzeugbar

  • Frauen mit dem "Duft junger Mädchen" häufiger umworben
  • Künstliches Pheromon wird aus Schweiß gewonnen

Der Duft junger Frauen verführt Männer unbewusst. Die unwiderstehliche Duftnote junger Frauen kann jetzt nach den Wechseljahren künstlich erzeugt werden. Wie das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in berichtet, wurde der Effekt in einem Vergleichstest mit einem Plazebo nachgewiesen. Frauen, die das Präparat verwendeten, wurden weitaus häufiger umworben, als solche, die ohne den künstlichen Duftstoff auskommen mussten.

22 Frauen jenseits der Wechseljahre parfümierten sich sechs Wochen lang mit einem Duftstoff, dem das betörende, künstlich imitierte Pheromon beigemischt war. 22 weitere Frauen erhielten ebenfalls dieses Parfum, aber ohne die Dreingabe. Aus den Tagebuchaufzeichnungen ging hervor, dass Frauen mit dem Pheromon-Gemisch viel häufiger umworben wurden und Sex hatten als die Vergleichgruppe.

Der wirkungsvolle Duft, dessen chemische Formel bis zur Registrierung von Patenten geheim gehalten wird, entstammte nicht von Blumen oder Gewürzen, sondern wurde aus dem Achselschweiß einer jungen Frau gewonnen. Bei den Frauen, die mit der Pheromon-Beigabe lebten, stellten 41 Prozent in der Testphase eine Zunahme von Küssen, Zärtlichkeiten und Zuwendung des Partners fest, bei der Vergleichsgruppe nur 14 Prozent. Die Studie wurde an der Universität Harvard unter der Leitung von Joah Friebely und Susan Rako ausgeführt. Entdeckt wurde der Duftstoff von der Biologin Winnifred Cutler. (APA/red)

10.2.2005 14:15