Heringsschmaus läutet die Fastenzeit ein: Entschlackung für den Körper plus Genuss
- Interessante Infos rund um das traditionelle Gericht
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Wenn am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, ist der Fasching offiziell vorbei. Obwohl heute von Fasten meist keine Rede mehr ist, hat sich ein christlicher Brauch gehalten: Immer noch läutet der traditionelle Heringsschmaus die Fastenzeit ein. Interessante Infos rund um diese Tradition plus leckerem Rezept finden Sie hier.
Ab Aschermittwoch sollen Christen 40 Tage lang auf Alkohol und Fleisch, nicht aber auf Fisch verzichten. Doch nicht nur weil er damals noch preiswert war, konnte sich der Heringsschmaus als feste Institution am Aschermittwoch durchsetzen.
Sinnvoller Genuss
Das traditionelle Gericht hat seinen Sinn: Der saure Fisch entschlackt den Körper nach dem oft übermäßigen (Alkohol-)Genuss im Fasching. Zu Bier und Schnaps darf am Aschermittwoch noch einmal gegriffen werden, denn nach altem Aberglauben sorgt Bier für gutes Gedeihen der Gerste, Schnaps vertreibt angeblich die Mücken.
Genussvolles Fasten
Die gastronomischen Verfeinerungen des ehemaligen "Arme-Leute-Essens" erinnern jedoch kaum mehr an die ursprüngliche Bedeutung des Fischs als Fastenspeise. Auch verdrängen heute mehr und mehr Hummer, Krabben, Muscheln und andere Meerestiere den Heringsschmaus von den Speisekarten. Traditionellerweise ist Heringsschmaus jedoch Matjessalat.
Matjesfilets mit Rahmerdäpfeln
Zutaten:
8 Matjesfilets
1/2 kg speckige Erdäpfel
1 Becher Creme fraiche
1/8 l Suppe
150 g Frühstücksspeck (geschnitten)
3 Zwiebeln
Dille, Salz, Pfeffer
Mehl, Brösel, Öl
Zubereitung:
Erdäpfel kochen, schälen und in gleich dicke Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen. Für die Marinade Zwiebeln fein hacken und mit der Suppe aufkochen, Creme fraiche einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Erdäpfel und 1 EL gehackte Dille zugeben und kurz ziehen lassen. Restliche Zwiebeln in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und auseinander drücken, sodass Ringe entstehen. Mit Mehl bestauben, durch verquirltes Ei ziehen und in Bröseln wenden. Öl erhitzen, Zwiebelringe einlegen und schwimmend goldgelb backen. Aus dem Fett heben und gut abtropfen lassen. Speck von Schwarte und Knorpeln befreien. Die Speckscheiben knusprig braten und auf Küchenrolle abtropfen lassen. Gut abgetropfte Matjesfilets mit dem Speck auf den Erdäpfeln anrichten und mit den Zwiebelringen garnieren. Gutes Gelingen! (apa/red)
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